MP3.com einigt sich mit Universal

MP3.com und die Universal Music Group haben ihren Rechtsstreit beigelegt.

MP3.com und die Universal Music Group (UMG) haben ihren Rechtsstreit beigelegt. Beide Firmen erzielten eine Einigung, die eine Schadensersatzzahlung des Online-Diensts für die begangenen Urheberrechtsverletzungen an die UMG in Höhe von 53,4 Millionen Dollar vorsieht. Ursprünglich hätte der Prozess bereits am Montag, den 13. Novemeber in die nächste Runde gehen sollen. Auf Antrag der UMG wurde der Termin verschoben, wodurch Gerüchte über eine Einigung der beiden Parteien aufkamen . MP3.com kommt mit der Einigung relativ glimpflich davon: Ursprünglich hatte Universal bis zu 250 Millionen Dollar an Schadenersatz gefordert. Dass die Summe nun deutlich niedrieger ausfiel, liegt in erster Linie an den Urheberrechtszertifikaten: Von den 6700 Zertifikaten, die Universal dem Gericht vorgelegt hatte, waren rund 4000 als sogenannte „works made for hire“ ausgewiesen. Diese wurden aber in einer früheren Entscheidung vom Gericht nicht anerkannt . Bei ihrer von Richter Jed Rakoff vermittelten Einigung gingen beide Firmen von rund 2000 betroffenen Werken aus, wodurch sich bei einer vom Gericht festegelegten Zahlung von 25.000 Dollar pro CD, die Schadenersatzsumme errechnet. Die UMG will rund 20 Millionen Dollar des Schadensersatzes unter den Künstlern aufteilen, deren CDs für den My.MP3.com-Service verwendet wurden. Im Zuge der Einigung schloss die UMG – – einen Lizenzvertrag mit MP3.com, der es der Firma künftig gestattet, gegen die Zahlung von Urheberrechtsabgaben, CDs von Universal-Künstlern für den My.MP3.com-Service zu nutzen. Außerdem sicherte sich die UMG eine Anzahl von Kaufoptionen auf MP3.com-Aktien, die dem Vernehmen nach vier Prozent des Firmenwerts ausmachen.