Den größten Nutzen aus seiner Fernsehpräsenz zieht Wolfgang Petry. Nach der Ausstrahlung des TV-Portraits „Alles über Wolfgang Petry“ steigt das Album „Alles“ auf Rang 57 wieder in die Charts ein. Gleichzeitig klettert der Konzertmitschnitt „Alles – Live“ als höchster Aufsteiger von Platz 47 auf 13. Und Onkel Jürgen Drews, der zur Zeit als Animateur einer Strip-Show auf RTL II von sich reden macht, hat auch „Wieder alles im Griff“ – auf Position 58. Das TV-Special mit den Flippers am 14. Oktober sahen über sechs Millionen Zuschauer; die CD „Maskenball“ hält sich auf Platz acht. Und weil ProSieben den Film „Bandits“ aus dem Jahr 1997 im Oktober erstmals im Fernsehen zeigte, veröffentlichte Polydor den Soundtrack neu (Platz 25). Schließlich steigt auf Position 42 „Pop 2000 – Das gibt’s nur einmal“ ein, eine Kopplung zur erfolgreichen Dokumentationsserie „Pop 2000“. l Die ZDF-Sendung „Wetten, daß…?“ bleibt weiterhin die erfolgreichste Samstagabendshow. Wer hier auftritt, muß sich um seine Präsenz in den Verkaufs-Charts keine Sorgen machen. Das verspüren David Bowie und Donna Summer, die beide bei Gottschalk zu Gast waren: Das aktuelle Album des Briten, „Hours…„, macht einen Satz von zwölf auf sechs, und „VH1 presents Live & More Encore!„, das neue Album der Disco-Queen, steigt auf Rang 75 in die Hitliste ein.
Neben Donna Summer schafft eine weitere Soul-Legende den Einstieg in die Charts: Tina Turner meldet sich mit ihrer Single „When The Heartache is Over (Version 1)“ auf Position 23 zurück. Wenn sie mit diesem oder einem anderem Song im nächsten Jahr dabei ist, woran kaum ein Zweifel bestehen dürfte, kann sie Hit-Singles in vier Jahrzehnten verzeichnen. 1966 war sie zusammen mit Gatte Ike und dem Titel „River Deep Mountain High“ in den deutschen Charts notiert. 1972 erreichte ihre eigene Komposition „Nutbush City Limits“ Platz zwei, und 1984 plazierte sich „What’s Love Got To Do With It“ auf sieben. Einer ihren größten Erfolge in den Neunzigern war der Titelsong des Bond-Films „Goldeneye“, der 1995 auf Platz acht vordrang. l Mit Keith Jarrett plaziert sich dieses Jahr der zweite Jazz-Pianist in den Charts: Sein neues Album, „The Melody At Night, With You„, steigt auf 31 ein. Die CD des im Januar verstorbenen Michel Petrucciani, „Solo – Live In Germany“, erreichte im März Platz 97.
Auch wenn sie Bühne des Lebens verlassen haben, in den Hitparaden lebt ihre Musik fort. Das gilt auch für Falco, dessen neues Album, „Verdammt wir leben noch„, auf 35 einsteigt. Er befindet sich in bester Gesellschaft: Platz 76 belegt „Nein, ich bereue nichts„, eine Hitsammlung der 1963 gestorbenen Chanson-Sängerin Edith Piaf. Und auf 94 hat Entertainer Dean Martin, der seit 1995 nicht mehr unter den Lebenden weilt, mit „The Very Best Of“ eine Ruhestätte gefunden. Vorläufig…



