Im Rahmen der Midem 2001 riefen Jay Berman, Chef der International Federation of The Phonographic Industry (IFPI) und der britische Minister für Verbraucherfragen und Wirtschaftsbeziehungen, Kim Howells, zum vereinten Kampf gegen die Tonträgerpiraterie auf. Berman wies darauf hin, dass sich die Musikindustrie immer noch „in der heißen Phase des Kampfes“ gegen CD-Piraten befindet. Weltweit würden jährlich rund 500 Millionen illegale CDs produziert, die der Industrie einen Schaden von fünf Milliarden Dollar bescheren. Bei den Piraten handle es sich nicht mehr nur um „ein paar Jungs, die in der Garage CDs brennen, um ein bißchen Geld zu verdienen“. Vielmehr habe die Piraterie mittlerweile globale Ausmaße angenommen. Eine weitere große Gefahr lauere im Internet: „Es gibt Abermillionen von illegal kopierten Aufnahmen im Internet“, sagte Berman. Die Industrie warte jetzt gespannt auf den Ausgang des Urheberrechts-Verfahrens gegen Napster. „Wir sind zuversichtlich, dass es eine gute Gerichtsentscheidung werden wird. Wir wollen die klare Feststellung, dass dabei Urheberrechte geschützer Werke verletzt wurden.“ Der britische Minister Kim Howells rief speziell die Künstler auf, sich stärker im Kampf gegen die Piraterie zu engagieren. „Wir werden in große Schwierigkeiten geraten, wenn wir das Problem jetzt nicht lösen“, erklärte Howells. Aber auch die Politiker müssten sich dem Problem noch viel couragierter und mit neuen Ideen widmen als bisher. Gleiches gelte für die Industrie, die noch viel mehr unternehmen müsse, um sich selbst zu helfen und das Problem nicht nur an die Politik abschieben dürfe.
Midem 2001: Aufruf zum Kampf gegen CD-Piraterie
Im Rahmen der Midem 2001 riefen Jay Berman, Vorsitzender IFPI, und der britische Minister für Verbraucherfragen und Wirtschaftsbeziehungen Kim Howells, zum vereinten Kampf gegen die Tonträgerpiraterie auf.





