Middelhoff: Fusion mit EMI nur Frage von Kartellrechtsbedingungen

Der Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Middelhoff sieht die Fusionsgespräche mit der EMI Group weiter auf Kurs. Einziges Problem seien weiterhin ungeklärte Kartellrechtsfragen.

Thomas Middelhoff, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG, sieht die Fusionsgespräche mit der EMI Group weiter auf Kurs. Einziges Problem seien weiterhin ungeklärte Kartellrechtsfragen. „Eigentlich sind wir uns seit Oktober handelseinig“, sagte Middelhoff der Nachrichtenagentur Reuters. Beide Seiten wollten die Fusion „dringlichst“ über die Bühne bringen. Es gelte aber nach wie vor, die Bedenken der Kartellbehörden auszuräumen. Da sich die Medienlandschaft im letzten Jahr dramtisch verändert habe, seien diese offenen Fragen nicht dieselben, die letztlich die Fusion zwischen EMI und Warner Music scheitern ließen, sagte Middelhoff. Zudem wies er Spekulationen zurück, wonach EMI inzwischen nicht mehr ganz so erpicht auf die Fusion sei: Nach den Erfahrungen mit Warner sei man in London eben vorsichtiger geworden. Bertelsmann und EMI sollen sich demnach bereits über die Punkte Management, Firmenwerte und Strategien geeinigt haben. Indes berichtet die Londoner „Times“, dass es innerhalb des EMI-Managements zweierlei Auffassungen zu den Fusionsplänen gibt: Während Chairman Eric Nicoli als uneingeschränkter Befürworter des Mergers gilt, soll Ken Berry, CEO von EMI Recorded Music, erhebliche Einwände laut gemacht haben.