Managing Director Boris Löhe und Marketing Director Lars Grewe führten durch die Präsentation. Beide gaben sich siegessicher, denn, so verwiesen sie mit Blick auf Shania Twain, „wer außer uns breakt schon eine US-Country-Sängerin in Deutschland?“ Löhe bedankte sich im Anschluß bei den Mitarbeitern „für das Kunststück, erstmals in Deutschland einen Country-Künstler zum Durchbruch verholfen zu haben“. Gemeint war Shania Twains Album „Come On Over“ und der Single-Hit „That Don’t Impress Me Much“, der die Top Ten erreichte und die Marke von über 250.000 verkauften Einheiten überschritten hat – dafür gab es von Löhe einen Gold-Award, den Universal-Vertriebsleiter Thomas Altemeier für sein Team entgegennahm. Mit der Single „Man! I Feel Like A Woman!“ im Rücken ist das Twain-Album nun auf Platin-Kurs. Löhe unterstrich, daß 1999 „im Zeichen von Stars und Newcomern“ stünde, die für sich selbst sprächen. Zwei Stunden dauerte die Beweisführung, die manchen Musikfan auf die Universal-Mitarbeiter neidisch werden lassen könnte. Den Auftakt bestritten die finnischen Cellisten von Apokalyptica, die schrägen Heavy Metal mit klassischer Instrumentierung vortrugen. Das Quartett gab Klassiker von Metallica, Faith No More oder Pantera zum Besten. Es spielte Ausschnitte aus seinem ersten Album, „Apocalyptica Plays Metallica By Four Cellos“, das in Deutschland über 100.000 Einheiten verkaufte. Für diese Leistung wurde Jörn Kartscher, Leiter der Universal Breaker Force, stellvertretend für sein Team mit einem Special Award ausgezeichnet. Es folgte die Band Knorkator, die sich mit dem Mercury-Debütalbum „Hasenchartbreaker“ bis in die Hitlisten hochgearbeitet hat. Es gab mittelalterlichen Gesang vom Sänger Stumpen, dem Keyboarder Alf Ator sowie Gitarrist Buzz Dee. Die aktuelle Knorkator-Single heißt „Buchstabe“ und ist bereits auf dem Weg in die Regale. Der folgende Videoblock bot einen Überblick über die Neuveröffentlichungen von Def Jam im Herbst und Winter. So steht je ein neues Solo-Album von Redman und Method Man auf der Warteliste, ebenso ein gemeinsamer Longplayer der beiden Künstler. Neue CDs gibt es zudem von LL Cool J, Dru Hill, Jay-Z und DMX sowie von EPMD. Live-Raps lieferten im Anschluß die Spezializtz. Die Band begeisterte die Vertriebsleute mit dem Song „Mach den Mund auf“. Das kommende Album wollen die Spezializtz mit Wasi (Massive Töne), And.Ypsilon und DJ Thomilla aufnehmen. Gold gab es anschließend für die Metallica-Alben „Re-Load“ und „Garage Inc.“: Allerdings bekam Universal-Vertriebschef Hartmut Peine das Edelmetall von Löhe und Grewe nur unter Vorbehalt – er mußte eine Langhaarperücke aufsetzen, um dann seine Headbanging-Kenntnisse unter Beweis zu stellen – sehr zur Freude der Zuschauer. Als nächstes verlangten die Mercury-Moderatoren dem Leiter des Universal Sales Marketing Pop, Michael Klapka, Step-Qualitäten ab: Zur Überreichung des Gold-Awards für das Michael-Flatley-Album „Lord Of The Dance“ bewies er tatsächlich einige Virtuosität und steppte, was das Zeug hielt. Übertreffen konnte diese Einlage nur noch der Live-Auftritt des britischen Musicalstars Michael Ball, der die beiden Songs „Love Changes Everything“ und „Last Night Of The World“ vorstellte. Weitere Live-Kostproben boten schließlich Sharleen Spiteri (Texas) und ihre beiden Gitarristen sowie das Trio Vibe.Lich. Schließlich heizte die Mittelalter-Formation In Extremo dem Publikum mit Schalmei, Dudelsack und Feuerspielen kräftig ein. Per Video-Vorankündigungen gab es darüber hinaus einen Ausblick auf kommende Tonträger-Produktionen von Bands und Künstlern wie Yello, Melissa Etheridge, The Cranberries und Rapsody.
Mercury – Neues von der Vertriebstagung
Auf der „Mercury Bühne“ in der Alten Posthalle bot die Mannschaft von Boris Löhe im Rahmen der Tagung ein wahres Musikfeuerwerk und präsentierte die wichtigsten Repertoire-Säulen: Island und Def Jam.





