Marktminus in den USA durch Singles-Schwund

Die Recording Industry Association of America (RIAA) meldet für das Jahr 2000 einen Rückgang der an den Handel ausgelieferten Tonträger um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Recording Industry Association of America (RIAA) meldet für das Jahr 2000 einen Rückgang von sieben Prozent der an den Handel ausgelieferten Tonträger gegenüber dem Vorjahr. Der Geldwert aller Tonträger verringerte sich um 1,8 Prozent in Relation zu 1999. Grund dafür ist vor allem ein deutlicher Einbruch für die CD-Single. Deren Auslieferungszahlen sanken im Vergleich zu 1999 um 38,8 Prozent, der Dollarwert dieser Tonträger ging um 35,8 Prozent zurück. Für diesen Rückgang macht die RIAA einen veränderten Publikumsgeschmack und die Entwicklung der Download-Angebote im Internet verantwortlich. Der Longplay-CD-Sektor konnte hingegen leicht zulegen mit 0,4 Prozent mehr ausgelieferten Einheiten und einem um 3,1 Prozent höheren Dollarwert als 1999. Hilary Rosen, President & CEO der RIAA, bezeichnete die Ergebnisse insgesamt als „fraglos enttäuschend“, prophezeite dennoch eine „glänzende Zukunft für Industrie und Kunden“. So sei „der Weg für einen anhaltenden und florierenden legalen Online-Musikmarkt“ geebnet. „Der Appetit auf Musik bleibt groß, und unsere Mitgliederfirmen sind selbstbewusst, sich den neuen Anforderungen zu stellen“, erklärte Rosen.