Nachdem Manu Chao Mitte der 90er Jahre die Ethno-Punk-Band Mano Negra auflöste, führten ihn Reisen nach Spanien und Südamerika. Die gesammelten Eindrücke verarbeitete der französische Künstler mit baskischem Blut in den Adern 1998 auf seinem Solodebüt „Clandestino“, das von der Kritik als künstlerische Offenbarung gefeiert wurde.
Seine hybride Mixtur aus Spanisch, Portugiesisch, Englisch und Französisch ignoriert jedoch nicht nur stilistische und kulturelle Grenzen, sie widersetzt sich auch den gängigen Marktmechanismen. Daher war man bei Virgin überrascht, als das Album vor einem Jahr auf Platz 14 der deutschen Longplay-Liste stieg, während die Single „Bongo Bongo“ sogar Platz sieben eroberte.
„‚Clandestino“ hat in Deutschland nahezu 200.000 Einheiten verkauft. Auf diesem Erfolg wollen wir aufbauen“, erklärt Thomas Klauke, Produktmanager bei Virgin Schallplatten. „Für mich ist ‚Proxima Estacion: Esperanza“ die konsequente Fortführung der Musik, die Manu Chao bisher gemacht hat. Der Künstler lässt sich in kein Schema drängen und geht seinen eigenen Weg, ohne darauf zu achten, ob seine Musik sich verkaufen lässt oder nicht.“
Eine stilistische Einordnung von „Proxima Estacion: Esperanza“ (Best.-Nr. CD: 8 10321 2) fällt erneut schwer. Game-Boy-Gimmicks und polyglotte, als Kinderlieder getarnte Lo-Fi-Folksongs mit Salsa- und Reggae-Vibes zeugen vom sprudelnden Einfallsreichtum des musikalischen Weltenbummlers. Ungeachtet dessen erklärt Klauke das Album zum Schwerpunktthema.
Die Ressonanz der Presse sei hervorragend. Arte sendet am 2. und am 4. Juni zwei Manu-Chao-Specials. Hinzu kommen zahlreiche Radiofeatures (SFB „Multikulti“, BR2, BR3, ORB „Radio Eins“, ORB „Fritz“), sowie Artikel in „Spex“, „Intro“, „Jazzthing“, „Rolling Stone“, „Musikexpress“, „SZ“, „Taz“, „Spiegel“, „Focus“, „Visions“ und „Vogue“. Zum Marketing zählt auch eine TV-Kooperation mit ProSieben im Volumen von 500.000 Mark. Über amazon.de werden 200.000 Lesezeichen verschickt. Anzeigen erscheinen in den Juni-Ausgaben von „kultur Spiegel“, „Musikexpress“, „Rolling Stone“, „Intro“, „Spex“, und „Jazzthing“.
Für Mitte August sind außerdem Live-Auftritte beim Southside-Festival und am Fühlinger See bestätigt. Weitere Dates in Berlin und bei der Popkomm. in Köln sind in Planung.






