Listen.com will Scour übernehmen

Der Online-Musikdienst Listen.com will die Musiktauschbörse Scour vor dem endgültigen Aus retten.

Der Online-Musikdienst Listen.com will die Musiktauschbörse Scour vor dem endgültigen Aus retten. Listen.com will 5,5 Millionen Dollar und Aktien im Wert von 500.000 Dollar für den Tauschdienst zahlen, der Anfang Oktober . Aufgrund dieses Antrags muss erst die zuständige US-Behörde dem Zusammenschluss zustimmen, über den sich die beiden Firmen bereits einig sind. Außerdem wird die Behörde, wie in Insolvenzfällen üblich, die Vermögenswerte der Firma zur Versteigerung anbieten. Sollte eine dritte Partei Scour dabei ersteigern, kann Listen.com ein Gegengebot einbringen. Maßgeblich zur prekären Lage bei Scour haben zahlreiche Gerichtsverfahren wegen Urheberrechtsverletzung beigetragen. Zu den insgesamt 27 Klägern gehören unter anderem die Motion Picture Association of America (MPAA) und die Recording Industry Association of America (RIAA), in Vertretung von 16 US-Tonträgerfirmen. Durch eine Klausel im Kaufvertrag wird Listen.com zwar Besitzer von Scour, übernimmt aber nicht die Verantwortung für die zu erwartenden Schadenersatzforderungen. Der designierte Käufer unterhält sehr gute Beziehungen zur Tonträgerindustrie: Alle fünf Majors sind Investoren des Dienstes.