Krambo bündelt die Sales-Kräfte

Die Sony Music Entertainment (Germany) GmbH startet mit einer komplett neu organisierten Sales-Abteilung ins nächste Jahrtausend. Ab sofort will sich die Firma auch anderen Labels als Vertriebspartner anbieten.

Im wesentlichen geht es bei der Umstrukturierung des 100 Mitarbeiter umfassenden Sales-Bereichs von Sony Musicdarum, jeweils zwei Abteilungen zusammenzulegen und jeweils zwei neue Divisionen zu etablieren. Die beiden Bereiche Repertoire Management (Schnittstelle zwischen Marketingabteilung und Vertrieb) und Trade Marketing (Umsetzung von Marketingideen am Point Of Sale) arbeiten in Zukunft gemeinsam. Gleiches gilt für die die Abteilungen Key Account Management (Betreuung der Großkundenzentralen) und Field Management (unter anderem Betreuung der Großkundenfilialen), die zur neuen Division National Account Management verschmelzen. Zu dieser Division gehören auch die Mitarbeiter von Telesales und TV Sales. Neu sind darüber hinaus die Bereiche Sony Music Distribution Deals (SMD) und New Business. Die Gesamtverantwortung für sämtliche Sales-Bereiche des Unternehmens trägt nach wie Herbert Krambo, Vice President Sales GSA. Es gab im Zuge dieses Umbaus jedoch auch personelle Veränderungen. So ist Frank Wendisch ab sofort Sales Director Repertoire/Trade Marketing Management, und Sales Director Jörg Eichler übernimmt die Verantwortung für die Abteilung National Account Management. Außerdem leitet Sales Manager Klaus- Joachim Schiller die neugegründete Abteilung New Business. Mit dieser Umorganisation seines Vertriebsapparates will sich das Unternehmen laut Herbert Krambo „bereits heute auf die einschneidenden Marktveränderungen sowie die unternehmerischen Zielsetzungen von Sony Music für die nächsten drei Jahre einstellen“. Eine dieser Zielsetzungen sei es, auch im derzeit rückläufigen Gesamtmarkt weiterhin überproportionales Wachstum zu generieren. Krambo weiter: „Diese neue vertriebliche Strategie wird es uns ermöglichen, intern effizienter auf Label-Belange einzugehen und extern in Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern noch besser im Markt zu agieren.“ Nur so könne man den ständig steigenden Anforderungen aller Marktteilnehmer gerecht werden. Mit der Neugründung SMD will Sony Music externen Labels, die autark arbeiten und dabei die Vertriebskraft und Logistikkompetenz eines Großunternehmens nutzen wollen, eine Plattform bieten, die es in dieser Form bisher nicht gab. „Wir hatten bereits in der Vergangenheit zahlreiche Anfragen von Labels, die uns als Vertrieb wollten. Allerdings fehlte uns dafür bislang die Infrastruktur“, erläutert Krambo. „Zur Zeit befinden wir uns in der Startphase, es gibt erste Kontakte, Gespräche und Abschlüsse.“ Die ebenfalls neu gegründete Abteilung New Business kümmert sich überwiegend um den Ausbau von neuen Vertriebswegen abseits der sogenannten Traditional Outlets, aber auch um die Optimierung der klassischen Vertriebsmöglichkeiten.