Im Anschluss an die Hausmesse der Interfunk und vor dem Beginn der Ruefach-Messe präsentierten die Interfunk-Vorstände Werner Winkelmann und Peter Keller sowie die Ruefach-Geschäftsführer Dr. Karl Bernhard Hillen und Arnold Groten als Geschäftsleitung der R.I.C. die neue Gesellschaft.
Den vier Geschäftsführern steht ein zehnköpfiger Aufsichtsrat mit je fünf Vertretern von Interfunk und Ruefach zur Seite. Wie bereits im Februar bekannt wurde (musikwoche.de berichtete in Heft 8), halten beide Kooperationen künftig 50 Prozent der Gesellschaft mit einem Stammkapital von 20 Millionen Euro.
Die Geschäftsführer bekräftigten in Nürnberg, es sei das Ziel des Joint Ventures, die Wettbewerbsfähigkeit der über 3000 angeschlossenen mittelständischen Fachhändler zu erhalten und auszubauen. Als Sprecher der R.I.C. zeigte sich Hillen optimistisch: „Wir glauben an die Zukunft des mittelständischen Fachhandels, weil er zuverlässig und leistungsfähig ist.“
Damit dies so bleibt, will die neu entstandene Gesellschaft ihre Händler in eine „starke, funktionierende Einkaufs- und Marketingorganisation“ einbinden. Mit einem Einkaufsvolumen bei den Lieferanten in Höhe von etwa 3,3 Milliarden Mark bildet die R.I.C. die größte Kooperation von Elektroeinzelhändlern in Deutschland.
Außerdem planen die Geschäftsführer der R.I.C. Investitionen in den E-Commerce von mittelfristig zwischen zwei und sechs Millionen Mark. Im Geschäftsjahr 1999/ 2000 steigerte Interfunk ihren Gesamtumsatz um 220 Millionen Mark auf 1,95 Milliarden Mark, ein Plus von 12,4 Prozent. Zuwächse erzielte die Gesellschaft vor allem mit Telekommunikationsprodukten und im Bereich PC/ Multimedia.
Ruefach verlor im Geschäftsjahr 1999/ 2000 vor allem durch Geschäftsaufgaben 123 Kommanditisten. Die zum Ende der Berichtsperiode 2247 Mitglieder erzielten insgesamt einen Außenumsatz von rund drei Milliarden Mark. Der Zentralumsatz stieg um 3,8 Prozent auf 1,325 Milliarden Mark. Den Hauptanteil daran nahm die Unterhaltungselektronik ein.




