“Unsere Beat-Club-DVDs richten sich gleichermaßen an Leute wie mich, die mit dieser Musik aufgewachsen sind, und an historisch Interessierte, die wissen wollen, was damals los war“, schildert Bernhard Rössle, CEO Record Department bei in-akustik, im Gespräch mit musikwoche.de. Deckte die erste Staffel die Jahre 1965 bis 1969 ab, so finden sich nun auf den beiden DVDs von 1970 und den folgenden Jahren bis 1973 legendäre Auftritte unter anderen von Kraftwerk, Deep Purple, Emerson, Lake & Palmer, Roxy Music, The Byrds, Fleetwood Mac, The Doors und Black Sabbath.
in-akustik erwarb die DVD-Rechte von der Studio Hamburg Fernseh Allianz, dem Lizenzvergeber der ARD-Nordsender, nachdem BMG Video in der Vergangenheit die VHS-Rechte gekauft hatte. Die seit der VHS-Veröffentlichung nur unwesentlich geänderte Aufmachung der Discs, die kaum Informationen über Besetzungen oder Aufnahmedaten anbietet, hängt mit dem günstigen Preis zusammen, erklärt Rössle. Denn bei den Verhandlungen hatte in-akustik darauf gedrungen, die DVDs im Laden im Midprice-Segment unter 30 Mark verkaufen zu dürfen.
„Viele Informationen sind nicht mehr erhalten und die notwendige Recherche stünde in keinem Verhältnis zu unseren Kosten“, sagt Rössle. Daraus ergebe sich auch die Vermarktungsstrategie. Die DVDs sollen einerseits im Handel durch Product Placement die Impulsivkäufer ansprechen: „Bei dem Preis nehmen vor allem ältere Kunden die DVDs einfach mit. Den anderen Teil der Zielgruppe erreichen wir über eine Printkampagne in Film- und Videozeitschriften sowie den großen Musikmagazinen.“ Derzeit liegt die erste Staffel in Deutschland bei rund 4000 verkauften Einheiten pro Disc, und sogar das Ausland zeigte Interesse: Brasilien etwa orderte 2000 Exemplare. Europaweit rechnet Rössle für 2001 mit bis zu 10.000 verkauften Einheiten pro Titel.





