Im Profil: Der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft

Die Geschichte des IDKV – Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft ist eng mit der seines Gründers Jens Michow verbunden. Grund genug für MUSIKWoche, die Organisation anläßlich von Michows 25jährigem Berufsjubiläum vorzustellen.

Der IDKV, 1985 von Jens Michow als Interessenverband Deutscher Konzertveranstalter und Künstlervermittler e. V. in Frankfurt gegründet, vertritt sowohl die Interessen der veranstaltenden, vermittelnden wie auch beratenden Gewerbe der deutschen Veranstaltungsindustrie. 1998 gab sich die Organisation den griffigeren Namen Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft, behielt aber das Kürzel IDKV bei. Präsident und Geschäftsführer des Berufsverbandes ist Jens Michow, zum Vorstand gehören unter anderem Michael Bisping (A.S.S. Concert & Promotion GmbH) und Elke Fleing (Castor Promotions). Justitiar ist der Hamburger Rechtsanwalt Ulrich Poser, der gemeinsam mit Michow eine Kanzlei in der Hansestadt betreibt. Neben Veranstaltern und Konzertagenturen sind zudem Manager, Gastspieldirektionen und Event-Agenturen in dem Verband organisiert, der im Juli dieses Jahres über 230 Mitglieder zählte. Der IDKV ist Mitglied im Deutschen Musikrat, im European Music Office (EMO) in Brüssel sowie in der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM). In der Vergangenheit stritt der IDKV gerade auf der politischen Ebene für die Sache der Mitglieder: „Man denke etwa an unsere Erfolge in der langjährigen Auseinandersetzung mit der Bundesanstalt für Arbeit“, so Jens Michow. „Am Ende wurde uns 1990 vom Bundessozialgericht bestätigt, daß Künstlervermittlung im Regelfall keine Arbeitsvermittlung ist und die Bundesanstalt seither keinen Einfluß auf die Tätigkeit der konzertmäßig vermittelnden Agenturen hat.“ Michow verweist zudem auf das Jahr 1996: „Damals übten wir Druck auf das Bundesministerium der Finanzen aus, um gegen die Anhebung der Besteuerung ausländischer Künstler vorzugehen. Das führte schließlich immerhin zur Einführung des vereinfachten Erstattungsverfahrens.“ Bei der Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK) gab der IDKV jüngst eine Studie über das Konsumentenverhalten bei Konzertveranstaltungen in Auftrag: Die Ergebnisse dieser Studie, für die die Meinungsforscher über 3000 Personen befragen sollen, will der Verband im Januar 2000 veröffentlichen. Das kommende Jahr hat für den Hamburger Verbandspräsidenten jedoch noch in weiterer Hinsicht große Bedeutung: „Ab dem Jahr 2000 wird es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zumindest regional den Lehrberuf des Veranstaltungskaufmanns geben. Wenn die branchenbezogene Wissensvermittlung einer Berufsschule die praktische Arbeit in einem Ausbildungsbetrieb der Branche ergänzt, kann sich der Nachwuchs endlich zeitgemäß auf die vielseitigen Anforderungen der Veranstaltungswirtschaft vorbereiten.‘