Presseberichten aus den USA zufolge untersucht das Ministerium, ob MTV Networks für das Abspielen von Musikvideos auf den Sendern MTV, VH-1 und M2 von den Plattenfirmen exklusive Nutzungsrechte einfordere und damit versuche, die Konkurrenz auszuschalten. Carole Robinson, Executive Vice President von MTV Networks, erklärte, daß MTV „nur für vier von mehr als 1000 in diesem Jahr ausgestrahlten Musikvideos“ alleinige Senderechte besitze. Gegenstand der Ermittlungen soll auch die Frage möglicher unlauterer Praktiken von MTV bezüglich der Lizenzierung von Videos für die Ausstrahlung im Internet sein. Sumner M. Redstone, Chef des MTV-Mutterkonzerns Viacom, tat die Vorwürfe indes als „viel Lärm um nichts“ ab. Sein Senderverbund habe gegen keinerlei kartellrechtliche Bestimmungen verstoßen. Neben MTV haben die US-Behörden in einer parallel laufenden Untersuchung auch die Plattenfirmen im Visier. Stein des Anstoßes ist hier die Praxis, dem Handel Mindestverkaufspreise zu diktieren und Gelder für gemeinsame Werbemaßnahmen zu verweigern, falls er sich nicht an diese Preisvorgaben hält. Dies wäre illegal, falls die Companies solche Preise oder Praktiken untereinander absprächen.
Illegale Praktiken von MTV?
Das amerikanische Justizministerium ermittelt gegen MTV Networks wegen des Verdachts auf Verletzung des Kartellrechts.





