“Piraterie in all ihren Erscheinungsweisen kann durchaus in Schach gehalten werden – solange der politische Wille, die Gesetze und die Exekutive dazu vorhanden sind“, erklärte Ifpi-President Jay Berman auf der Pressekonferenz im Londoner Restaurant „Browns“. Die IFPI verfolge zwei Strategien – aggessive Maßnahmen gegen Piraten und daneben die Entwicklung eines legitimen Online-Musikhandels. Im vergangenen Jahr wurden laut IFPI weltweit 450 Millionen illegale Identkopien von CDs und 60 Millionen CD-Rs verkauft. Legal wanderten 1,9 Milliarden Tonträger über den Ladentisch. Dem gegenüber stehen 60 Millionen beschlagnahmte illegale CDs. In 19 Ländern ist der illegale Tonträgermarkt bereits größer als der offizielle, berichtete Berman. Im Internet stehen darüber hinaus derzeit nach Schätzungen des Verbands rund 25 Millionen illegale Musikfiles zum Herunterladen bereit stehen. Als Reaktion auf diese alarmierenden Zahlen wird die IFPI ihre Enforcement-Abteilung, die CD-Piraten verfolgt, bis zum Jahresende von 25 auf 50 Mitarbeiter aufstocken.
IFPI will aggressiv gegen Piraten vorgehen
Jede fünfte weltweit verkaufte CD ist ein Piratenprodukt. Diese Zahl veröffentlicht die Ifpi in ihrem „Music Piracy Report 2000“, den sie am 14. Juni vorstellte.





