IFPI läßt Privat-PCs sicherstellen

In Zusammenarbeit mit Polizei und Staatsanwaltschaft ist die deutsche Landesgruppe der International Federation Of The Phonographic Industry (IFPI) in der vergangenen Woche gegen die private Piraterie vorgegangen. Bei Wohnungsdurchsuchungen in Düren und in Rostock wurden die kompletten Computeranlagen zweier Privatpersonen als Tatwerkzeuge sichergestellt. Mit Hilfe der Rechner hatten sie CDs gebrannt und diese dann vertrieben; einer war darüber hinaus im Besitz einer Schneidemaschine für Booklets und Inlays. Die Täter erwartet neben einer Geldstrafe auch der Verlust ihrer Multimedia-Ausrüstung. Einer der beiden Piraten hatte an seiner Arbeitsstelle einen farbigen Katalog mit etwa 1000 Titeln verbreitet, der andere war mit Flyern an die Öffentlichkeit gegangen. Die Aktionen sind nach Angaben der IFPI als Auftakt zu verstärkten Ermittlungen zu verstehen. Clemens Rasch, Justitiar der deutschen IFPI: „Wer selbstgebrannte CDs verkauft, ist kriminell; und das weiß eigentlich auch jeder.“