IFPI-Jahresbericht gibt Überblick zum Weltmarkt

Die IFPI bringt in ihrem jetzt vorliegenden Jahresbericht () Transparenz in den globalen Tonträgermarkt. Das Gesamtbild der Bilanz zeigt einen prosperierenden US-Markt und einen Zusammenbruch in Asien.

War 1997 noch Europa mit einem Volumen von rund 12,65 Milliarden US-Dollar der stärkste Regionalmarkt der Welt, so hat 1998 Nordamerika die Führung übernommen. Die USA und Kanada erzielten zusammen ein Volumen von 14,16 Milliarden Dollar und damit einen Weltmarktanteil von 36,6 Prozent (siehe Kuchengrafik). Europa lag im vergangenen Jahr mit einem Anteil von 33,2 Prozent auf Platz zwei und setzte Tonträger im Wert von 12,83 Milliarden Dollar ab. Einige Länder steigerten ihr Marktvolumen gar um Werte im zweistelligen Bereich, darunter Ägypten (plus 24 Prozent), Bolivien (plus 23 Prozent), Island (plus 18 Prozent) und Spanien (plus 13 Prozent).

Es gab allerdings auch massive Umsatzeinbrüche, und das vor allem in den asiatischen Ländern, deren Währungen im vergangenen Jahr stark gelitten hatten. Nimmt man die Marktvolumina in US-Dollar als Basis, haben alle asiatischen Staaten verloren – Indonesien sogar um 56 und Pakistan um 57 Prozent. Nimmt man indes die Landeswährung als Maßstab, haben einige Länder zugelegt. In Europa findet nach wie vor ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Deutschland und Großbritannien statt. Vor zwei Jahren lag die Bundesrepublik mit einem Marktvolumen von umgerechnet 2,92 Milliarden Dollar noch vor dem Vereinigten Königreich (2,72 Milliarden Dollar). 1998 jedoch überholte Großbritannien (2,86 Milliarden Dollar) Deutschland (2,83 Milliarden Dollar) und steht nun auf Platz drei der größten Märkte der Welt (siehe Tabelle).

Die größten Musikmärkte Land Handelsumsatz Anteil am Weltabsatz* USA 13.193,40 34,1 Japan 6521 16,9 Großbritannien 2855,6 7,4 Deutschland 2832,5 7,3 Frankreich 2134,8 5,5 Brasilien 1055,7 2,7 Kanada 969,3 2,5 Spanien 680,8 1,8 Australien 606,7 1,6 Italien 597,7 1,5 Gesamt 31.447,80 81,3 * = in Millionen US-Dollar; ** = in Prozent