In einer konzertierten Aktion mit Kriminalpolizei sowie Zoll- und Steuerfahndung gingen die IFPI-Fahnder gegen Musikpiraten vor: Mehr als 80.000 CDs fielen den Ermittlern im Haus eines Nürnberger Musikvertriebsinhabers in die Hände.
Im Bochumer Raum fanden die Behörden rund 10.000 Exemplare des Albums „Deep Dance 54“. Darüber hinaus stellte die Polizei in Bochum und Frankfurt noch über 20.000 weitere gefälschte Alben sicher.
Der Geschäftsführer der deutschen IFPI, Dr. Martin Schaefer, verweist auf die Folgen der Aktionen: „Über den reinen Sraßenverkaufswert der sichergestellten Ware hinaus, der mit etwa 3,6 Millionen Mark zu veranschlagen ist, bedeutet dieser Fahndungserfolg einen regelrechten KO-Schlag gegen die Discopiraten. Er bestätigt außerdem unsere Vermutung, daß große Stückzahlen über ein vielfältiges Verteilernetz an die Abnehmer gelangten. Die Zentrale indes war vom Absatzort immer weit entfernt, wie die Konstellation Nürnberg-Ruhrgebiet bestätigt.“
Die überwiegende Zahl der sichergestellten Tonträger stammte aus Tschechien, aber auch ein deutsches Preßwerk soll an dem illegalen Tun beteiligt gewesen sein.



