Eine hochrangige internationale Delegation der IFPI forderte heute die italienische Regierung auf, ein schärferes Anti-Piraterie-Gesetz zu verabschieden. Der Gesetzesentwurf liegt bereits seit längerer Zeit vor und enthält unter anderem eine Passage, die eine drastische Verschärfung der Strafen gegen illegalen Musikvertrieb vorsieht. Laut der IFPI seien die Strafen in Italien mit die niedrigsten in ganz Westeuropa. Dagegen seien die italienischen Musikpiraten die umsatzschädlichsten innerhalb der EU. Das mafiös organisierte illegale Musikbusiness in Italien verursache der Industrie Schäden in Höhe von 150 Millionen Dollar. Damit liege der Schwarzmarktanteil bei 25 Prozent – eine Quote, die in der EU nur von Griechenland übertroffen werde. „Eine weitere Verzögerung des Anti-Piraterie-Gesetzes hätte desaströse Konsequenzen für Industrie und Künstler“, erklärte Rupert Perry, Senior VP EMI Music und Chairman des europäischen IFPI-Vorstands. Der Industriedachverband fürchtet, dass sich die Entscheidung in dieser Angelegenheit wegen der bevorstehenden Wahlen in Italien auf unbestimmte Zeit verzögern könnte. Deshalb insistierte die IFPI bei der Regierung auf eine baldige Einlösung des vor Jahren gegebenen Versprechens, eine legislative Hilfestellung im Kampf gegen die Raubkopierer bereit zu stellen.
IFPI fordert Rechtshilfe von der italienischen Regierung
Die italienische Regierung wurde heute von einer hochrangigen internationalen Delegation der IFPI aufgefordert, ein schärferes Anti-Piraterie-Gesetz zu verabschieden. Die Musikindustrie stehe sonst vor unlösbaren Problemen im Kampf gegen den 150 Millionen Dollar schweren Schwarzmarkt.





