Nationales Repertoire hat 1999 global einen Rekordanteil von 66,2 Prozent an den Tonträgerverkäufen insgesamt (ohne Compilations) erreicht. Im Jahre 1991 hatte dieser Wert noch 58,3 Prozent betragen. Im gleichen Zeitraum ging der Anteil des internationalen Repertoires von 35,6 Prozent auf 29,2 Prozent 1999 zurück. Der Marktanteil der klassischen Musik verringerte sich von 6,1 Prozent 1991 auf 4,6 Prozent 1999.
Nicht repräsentativ für den Weltmarkt ist die Situation in Deutschland. Auch hier stieg der Anteil des einheimischen Repertoires von 30 Prozent 1991 auf 43 Prozent 1999. Im letzten Jahr hatten aber internationale Produktionen mit einem Marktanteil von 47 Prozent immer noch die Nase vorn, wenn auch ihre Quote im Vergleich zu 1991 (60 Prozent) deutlich abgenommen hat. Weit überdurchschnittlich bleibt laut IFPI im deutschen Markt der Anteil der klassischen Musik, der mit zehn Prozent gleich hoch wie 1991 liegt. Nur in Südkorea (17 Prozent) und in Österreich (12 Prozent) ist das Klassiksegment noch bedeutender.
Der IFPI-Bericht enthüllt, dass 1999 in den USA 37 Prozent aller Tonträger abgesetzt wurden, in Europa 32,1 Prozent und in Japan 16,7 Prozent. Der deutsche Anteil am Gesamtmarkt betrug 1999 7,35 Prozent. Mit einem Handelswert von 2,832 Milliarden US-Dollar war Deutschland 1999 der viertgrößte Tonträgermarkt nach den USA, Japan und Großbritannien. Die Briten stießen damit die Deutschen vom Siegerpodest, die 1998 noch Rang drei belegt hatten. Insgesamt blieben die weltweiten Tonträgerverkäufe mit 3,8 Milliarden Einheiten 1999 auf dem gleichen Niveau wie 1998. Der Wert der abgesetzten Tonträger erhöhte sich indes um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr.





