Hohe Preisforderungen und Kompetenzfragen zögern den Verkauf von Def Jam hinaus

Die Universal Music Group (UMG) vervollständigt derzeit unter massiver Personalverkleinerung nach und nach die Fusion der einzelnen Repertoire-Firmen, doch die Zukunft des New Yorker HipHop-Labels Def Jam ist nach wie vor ungeklärt. Label-Chef und -Gründer Russell Simmons ist zwar bereit, seinen 40prozentigen Anteil an der Firma an die UMG zu verkaufen, allerdings differieren offenbar die Preisvorstellungen: Simmons fordert mindestens 100 Millionen Dollar für sein Label, das sich in den letzten Jahren als eine der wichtigsten Plattenfirmen im Bereich HipHop und Black Music entwickelt hat. Die UMG ist dem Vernahmen nach jedoch nur bereit, rund 70 Millionen Dollar für Def Jam zu bezahlen. Außerdem besteht Simmons im Falle eines Verkaufs seiner Firma darauf, weiter die Geschäfte zu leiten. Simmons hatte 1993 60 Prozent seiner Firma an PolyGram verkauft und erzielte damals 33 Millionen Dollar.