Hörbücher zwischen CDs, Streaming und Downloads

Im Musikbereich hat Streaming 2018 die CD in Deutschland als größten Umsatzbringer abgelöst. MusikWoche fragte Verlage und Vertriebe, welchen Anteil die Streamingvermarktung von Hörbüchern inzwischen bei Ihnen einnimmt, und wie sich das Geschäft in den nächsten Jahren aus ihrer Sicht entwickeln könnte.

“Die Entwicklungen im Hörbuch- und im Musikmarkt weichen hinsichtlich der Absatzkanäle stark voneinander ab und sind damit kaum vergleichbar“, erklärt Robert Wildgruber, Verlagsleiter bei Der Hörverlag/Random House Audio/cbj audio. Während der Manager 2018 deutlich sinkende Absätze von Musiktonträgern erkenne, beobachte er dagegen relativ stabile CD-Verkäufe beziehungsweise moderate Rückgänge beim physischen Hörbuch. Ebenso sieht Wildgruber rückläufige Download-Zahlen in der Musik, aber stark wachsende Hörbuch- Download-Zahlen. Die gravierende Verschiebung hin zum Streaming in der Musikbranche vollzieht sich laut Wildgruber beim Hörbuch bisher wesentlich langsamer. „Keine Frage: Streaming wird in den nächsten Jahren auch in unserem Markt an Relevanz gewinnen. Und wir wollen mit unserem Angebot überall präsent sein, wo unsere potenziellen Kunden sich bewegen. Wir testen diesen Vertriebsweg daher seit dem letzten Jahr mit Bookbeat, einem schwedischen Anbieter, der aus der Verlagsbranche heraus entstanden ist und somit in seiner Strategie die Bedürfnisse der Hörbuchverlage besonders berücksichtigt“, so Wildgruber weiter.

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