Mehr als 500 Teilnehmer kamen am 30. November und 1. Dezember 2018 nach Mannheim in die Popakademie Baden-Württemberg zum ersten deutschen HipHop Symposium.
Über ein kostenloses Anmeldeverfahren registrierten sich bereits im Vorfeld 550 Interessierte für die Veranstaltung, die von Rapper Torch und Andreas Margara von der Popakademie kuratiert wurde.
Als Partner des Symposiums waren die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg, die Bundeszentrale für politische Bildung und das Institut für deutsche Sprache mit an Bord.
Kurator Andreas Margara zieht eine positive Bilanz: „Mit dem ersten deutschen HipHop Symposium wollten wir Akteure aus der Szene mit Wissenschaftlern in den Dialog bringen, um die Forschung hierzulande voranzubringen. Die große Nachfrage an unserer Veranstaltung hat gezeigt, dass wir damit einen Nerv getroffen haben.“
Am 30. November startete das Symposium mit Aufführungen der HipHop-Filme „Breakout – Der Tanz aus dem Ghetto“ und „Stations Of The Elevated“ im Odeon Kino Mannheim.
Am Samstag standen drei Diskussionen im Mittelpunkt. Zunächst sprachen Rolf Stahlhofen (ehemaliger Tourmanager von Public Enemy), Rick „Gismo“ Riojas (Graffiti-Sprüher), Felix Felixine (Baobab-Tänzer) und Torch in einer von Falk Schacht moderierten Runde. Dabei ging es aus historischer Perspektive um die Anfänge von HipHop in Deutschland mit besonderem Fokus auf der Region Rhein-Neckar.
Das zweite Panel brachte die Rapper Jan Delay und Samy Deluxe mit dem Hamburger Linguisten Jannis Androutsopoulos zusammen. Gemeinsam beleuchteten sie Zusammenhänge zwischen Rap Lyrics und Sprache.
Die letzte Diskussionsrunde kreiste um Politik und Medien. Mit dabei waren der Rapper Megaloh mit seinem Produzenten Ghanaian Stallion sowie der Bundestagsabgeordnete Danyal Bayaz und der Soziologe Marc Dietrich.
Neben den Diskussionen fanden in der Popakademie auch Workshops zu Themen wie Sampling oder Beatbox statt. Weitere Vorträge erweiterten das Symposium außerdem um Aspekte wie Feminismus und Musikbusiness.






