In seiner Rede wies Heinz Canibol, President EMI Music GSA, auf den enormen und teilweise schwierigen Wandlungsprozess hin, dem seine Firma in den vergangenen Monaten ausgesetzt war. „Trotzdem fällt die Bilanz, die auf einem klaren Umsatzwachstum in den drei deutschsprachigen Ländern beruht, sehr positiv aus“, erklärte Canibol. Die „bedauerliche, aber nicht zu verhindernde Schließung der Intercord und die Integration der Geschäftsinhalte in die EMI Electrola“ gehörten ebenso zu den bewältigten Aufgaben wie „die erfolgreiche Verselbständigung des Distributionscenters Butzweilerhof in die Solog AG“.
Zuletzt wurde mit dem Umzug in den Mediapark eine weitere organisatorische Hürde genommen, für die sich Heinz Canibol ganz besonders bei Erich Grote(Vice President Human Resources Central Europe) bedankte. Die Gründung und den Aufbau des EMI-Virgin Joint-Ventures EMI Music Media (EMM) in München hob Heinz Canibol als besonders positiven strategischen Schritt hervor. „Was Albin Widmann und sein Team in nur wenigen Monaten auf die Beine gestellt haben, sucht seinesgleichen und hat die gesamte Branche überrascht. Eine faszinierende Mischung aus Mut zur Innovation, Qualifikation, Erfahrung und Kontakten brachte aus dem Stand fast 4% Marktanteil.“
Für die „exzellente Zusammenarbeit“ mit EMI Austria und EMI Records Switzerland bedankte sich Heinz Canibol ausdrücklich bei allen Kollegen aus Wien und Zürich – die Managing Directors der dortigen EMI-Divisionen, Erich Krapfenbacher und Erwin Bach waren ebenfalls auf Mallorca mit dabei. Ein besonderes Lob zollte Canibol seinem deutschen Team, dem es durch großes Engagement gelungen ist, das schwierige Ziel zu erreichen, „mit weniger Mitarbeitern bessere Ergebnisse erzielen“. Der Gewinn an positivem Image zeichne sich auch dadurch aus, dass die EMI Electrola bundesweit für viele Künstler anziehend wirke.
Nach der Rede stellte EMI Classics (Vice President EMI Classics) das Programm der EMI Classics für die nächsten Monate vor. Während immer wieder auf den glänzenden Katalog, die sogenannte Core-Klassik, zurückgegriffen werden kann, verfügt man auch über weitere attraktive Gesangskünstler wie die Sopranistin Natalie Dessay sowie die Tenöre Placido Domingo und Roberto Alagna, die in den nächsten Wochen und Monaten mit neuen Werken aufwarten.
Roman Rybnikar, Director Marketing Electrola, stellte die wichtigsten Projekte der Saison vor, die bei Electrola auf den Labels Odeon und Scala erscheinen. Im November erscheinen bereits das Debütalbum von Ex-Container-Bewohner Jürgen, ein Remix-Album von EAV und ein Album von den Schlümpfen.
Sylvia Kollek(Director Marketing EMI) präsentierte abschließend nationale und internationale Highlights der EMI. Am 13. November erscheint die Beatles-Compilation „1“ (siehe Seite 14) Weitere Best-of-Alben der nächsten Wochen stammen von Blur und Megadeth. Vanessa Mason, Chima und Samir, drei neu gesignte Newcomer-Acts, die in kleinen Filmporträts vorgestellt wurden, gilt laut Kollek besondere Aufmerksamkeit, ihren ersten Veröffentlichungen blicke man mit großer Zuversicht entgegen. Die aparte HipHop-Sängerin Vanessa Mason veröffentlicht ihr Debütalbum ebenso wie der aus Frankfurt stammende Rapper Chima im Frühjahr 2001. Die Debütsingle des smarten R&B-Künstler Samir aus Stuttgart („Tut gut“) kommt noch in diesem Jahr auf den Markt.





