Handel und Internet: Wachstum eher verhalten

Das Wachstum des Internets wird auf den Handel einen relativ geringen Einfluß haben. Das behauptet das US-amerikanische Forschungsunternehmen Forrester Research in einer jetzt vorgestellten Studie. Dagegen wird der Geschäftsverkehr zum Motor des Internet-Wachstums in Europa werden.

Nach den Daten der Forrester Research wird der gesamte Online-Umsatz von 1,2 Mrd. US-Dollar (etwa 2,15 Mrd. Mark) in 1998 auf voraussichtlich 64,4 Mrd. US-Dollar (etwa 116 Mrd. Mark) im Jahr 2001 schnellen. Dabei wird der Anteil des Geschäftsverkehrs 56,7 Mrd. Dollar ausmachen, während der Anteil des Umsatzes im Internet-Verbraucherhandel „nur“ auf 4,6 Mrd. Dollar steigen wird.

Nach Angaben von Joe Sawyer von Forrester Research liegen die Ursachen für den relativ langsamen Anstieg das Internet-Handels im moderaten Wachstum der Internetanschlüsse in Europa begründet. Daran seien die mangelhaft deregulierten Telekommunikationsmärkte schuld, aber auch die Tendenz in vielen Unternehmen, anspruchsvolle Internet-Pläne nur halbherzig umzusetzen. Deshalb wachse die Zahl der Internet-User bis 2001 voraussichtlich nur auf 53,2 Mio., der europäische Internet-Umsatz werde dann nur ein Drittel des US-amerikanischen ausmachen. Auch regional wird das Wachstum des Internets in Europa unterschiedlich ausfallen: 2001 werden Deutschland und Großbritannien alleine die Hälfte des gesamten europäischen Online-Umsatzes generieren. In Deutschland sollen dann 16,1 Mrd. US-Dollar jährlich über das „Netz der Netze“ umgesetzt werden.