Globale IFPI-Bilanz: Gesamtverlust trotz Anstiegs bei CD-Alben

Die IFPI hat die weltweite Bilanz der Tonträgerverkäufe im Jahr 2000 veröffentlicht. Demnach sank die Zahl der abgesetzten Tonträger im Vergleich zu 1999 gemessen am Geldwert um 1,3 Prozent, gemessen an verkauften Einheiten um 1,2 Prozent.

Weltweit kauften Musikfans im letzten Jahr rund 3,5 Milliarden Tonträger mit einem Geldwert von 36,9 Milliarden Dollar. Einen Zuwachs gab es bei CD-Alben, deren Verkäufe gegenüber 1999 um 2,5 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Einheiten zulegten. Stark rückläufig waren die weltweiten Verkäufe von Singles (minus 14,3 Prozent) und MCs (minus 9,4 Prozent). Im US-Markt, der 38 Prozent des globalen Umsatzes ausmacht, sorgte ein dramatischer Einbruch bei CD-Singles (minus 39 Prozent) für ein Gesamtminus von 4,7 Prozent bei den Einheiten und 1,5 Prozent beim Geldwert. IFPI-Chairman und -CEO Jay Berman nennt die Entwicklung in den USA als Hauptgrund für das negative globale Ergebnis.

Im Gegensatz dazu verzeichnete Europa ein Wachstum gegenüber 1999 mit 1,3 Prozent mehr verkauften Einheiten und 1,4 Prozent Plus beim Geldwert. Wachsende Märkte verbuchten Großbritannien und die skandinavischen Länder. Frankreich beklagt, am Geldwert gemessen, ein Minus von 1,2 Prozent. Der italienische Markt nahm gar um 4,7 Prozent ab. Die IFPI begründet die Verluste in diesen Ländern mit zunehmender CD-Brennerei und Piraterie.