GfK-Studie zur Internet-Nutzung

Der Online-Markt wird auch für den privaten Nutzer zunehmend beliebter. Dies ergab kürzlich eine in Hamburg der Öffentlichkeit vorgestellte Studie der GfK Medienforschung (GfK).

Vor allem die Entwicklung im Bereich Electronic Commerce schreitet rasant voran. So kauften laut GfK-Studie 2,2 Millionen Menschen in den vergangenen zwölf Monaten über das Internet Produkte. Dies entspricht einem Anteil von 27 Prozent aller Online-Nutzer. Am beliebtesten waren bei den Verbrauchern die Produktsparten Bücher und Software. Die höchsten Zuwachsraten erzielte allerdings das Bestellvolumen von CDs. So verkauften die Anbieter in den vergangenen sechs Monaten mehr als 200.000 Stück. Damit liegt der elektronische Warenvertrieb voll im Trend der Internet-Akzeptanz. In den zurückliegenden sechs Monaten hat sich nach Angaben des Nürnberger Instituts das Publikum von Online-Medien um rund 40 Prozent vergrößert. Die Zahl der Online-Nutzer in Deutschland schätzt die Studie der GfK auf etwa 8,4 Millionen. Etwa 20 Prozent der Bundesbürger im Alter zwischen 14 und 59 Jahren greifen auf das Internet zumindest gelegentlich am Arbeitsplatz oder zu Hause zurück. Die höchste Nutzungsintensität mit insgesamt 4,5 Millionen Usern liegt den Angaben zufolge in der Altersklasse der 20- bis 39jährigen. Dies entspricht einem Anteil von 54 Prozent.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Nutzung des Internet allerdings rapide ab. So gebrauchen lediglich elf Prozent der 50- bis 59jährigen ihren Computer für Online-Anwendungen. Der Anteil der weiblicher User liegt derzeit bei rund 30 Prozent. Damit gleicht sich die soziodemographische Struktur der Online-Nutzer immer mehr der Bevölkerungsstruktur der Bundesrepublik an. In der Regel haben es die kommerziellen Netzanbieter mit einkommensstarken Bevölkerungsgruppen zu tun. Der überwiegende Teil der E-Commerce-Konsumenten (24 Prozent) kann auf ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 6000 Mark zurückgreifen. Auch im Gesamtprofil überwiegt mit einem Anteil von 51 Prozent die Gruppe der Besserverdienenden, deren monatliches Haushaltseinkommen nicht unter 4000 Mark angesiedelt ist. Auch der Dienstleistungssektor profitiert von den Anwendungsmöglichkeiten des World Wide Web. Hier nehmen derzeit etwa 2,8 Millionen Menschen Angebote in Anspruch. Das Homebanking rangiert in diesem Bereich ganz oben. Für die nächsten Jahre rechnen die Nürnberger Konsumforscher mit einer starken Zunahme von Flug-, Hotel- und Ticketbuchungen.