In 28 Kategorien werden Preise an kommerziell und künsterlisch erfolgreiche Labels, Acts und Medien verliehen (die komplette Nominiertenliste finden sie ). Vor der Preisverleihung, die am 19. Januar über die Bühne des Hamburger Imperial-Theater geht, treffen sich Radiomacher und Vertreter der Schallplattenfirmen, um der Frage nachzugehen, ob und wie weit sich der Einsatz von Dance-Musik im Radio geändert hat. Unter dem Motto „Dance-Musik im Radio – nicht mir ihr, aber auch nicht ohne sie“ debattiert die Runde, warum Dance als Musikfarbe in der deutschen Radioszene an Bedeutung verliert. Dies jedenfalls ist der Standpunkt von Public Propaganda. Geschäftsführer Oliver Wegener beklagt, daß HipHop und R&B an die Stelle von Dance getreten seien. Dem entgegen steht die Meinung einiger Radiomacher, die ihren Standpunkt auf dem Panel verdeutlichen wollen. Jochen Rausch etwa, Programmchef von Eins Live, möchte die Aussage der Veranstalter relativieren: „Wir müssen beurteilen, von welchem Musikstil man genug, zu viel oder zu wenig spielt. Und bei dem immensen Angebot an Neuerscheinungen in allen Genres fällt das schwer. Eine Antwort darauf gibt nur die jährliche Einschaltquote. Eins Live betrachtet Dance auch als wichtigen Bestandteil des Tagesprogramms. Etwa jeder sechste Track ist ein Dance-Titel.“ Markus Hertle, Wellenbeauftragter bei hr XXL, dem Jugendprogramm des Hessischen Rundfunks, sieht das ähnlich, findet die Klage der Produzenten jedoch überzogen: „Tanzmusik ist bei uns zentrales Thema. Gerade das Radio spielt eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der Tracks. Andererseits gibt es bei den Genres durchaus Wellen in der Entwicklung. Ich sehe Black Music, die auch bei uns stattfindet, nur als neue Blume im Garten der Musik.“ Kritik an der Entwicklung übt Jens Thele, Managing Director und Head Of A&R bei Kontor Records: „Mir sagen Radioredakteure immer, dass Dance den Hörer verleite, wegzuschalten. Dabei ist es integraler Bestandteil der Jugendkultur. Von Zuständen wie bei BBC1, wo fast jeden Abend ein Dance-DJ Platten auflegt, können wir nur träumen. Stattdessen spielen immer mehr Sender Mainstream-Titel. Das ist ärgerlich, da für uns der Radioeinsatz mehr bringt als eine N3-Rotation bei Viva. Ich hoffe, daß alle Sender künftig mehr Mut zeigen.‘
German Dance Award in Hamburg
Mit de Vergabe des German Dance Award am 19. Januar in Hamburg wollen die Agentur Public Propaganda und der Vinylvertrieb Discomania ein Forum für das musikalische Spektrum der Szene schaffen – von Underground bis Pop.





