Nach seinem Unfall bei einem von ALDA veranstalteten Festival in Utrecht im Februar 2016, bei dem Paul van Dyk sich schwer verletzte, erhält der DJ und Produzent nun 12,6 Millionen Dollar Schadenersatz, umgerechnet rund elf Millionen Euro. Die Zahlung soll Kosten für Arztrechnungen und versäumte Gewinne durch seinen krankheitsbedingten Ausfall ausgleichen.
Das Gericht urteilte, dass der niederländische Veranstalter des „A State Of Trance“ die Bühne nicht ausreichend gesichert und zudem dem Künstler verschwiegen habe, dass ein sechs Meter tiefes Loch auf der Bühne nur mit einem Tuch abgedeckt war.
Paul van Dyk erlitt bei dem Sturz in dieses Loch einen doppelten Bruch der Wirbelsäule und ein Schädel-Hirn-Trauma, bei dem es zu Blutungen im Gehirn kam. Er überlebte nur, weil sich in Utrecht das modern eingerichtete neurologische Zentrum der Niederlande befindet, wo er umgehend behandelt wurde.
Beim Amsterdam Dance Event im Oktober 2018, seinem ersten öffentlichen Auftritt bei einer Konferenz nach dem Unfall, sprach er in bewegenden Worten über den Unfall. Zwar gehe es ihm wieder relativ gut, aber er könne nicht mehr wie früher mehrstündige DJ-Sets spielen, sondern müsse diese kürzer anlegen.
Zudem sagte er bei dem Keynote Interview, dass sich vom Veranstalter bis dato niemand bei ihm entschuldigt oder überhaupt gemeldet habe. Er sprach sich auch für erhöhte Sicherheitsauflagen aus und forderte eine bessere Absicherung für alle Mitarbeiter bei solchen Veranstaltungen. Denn ohne seine finanziellen Mittel, mit denen er die besten Ärzte in den USA habe bezahlen können, wäre er nicht wieder gesund geworden.





