MusikWoche: Sind Sie mit dem Echo-Auftritt in Berlin zufrieden?
Gerd Gebhardt: Zufrieden ja, wobei nicht alles unbedingt gut gelaufen ist. Die Planung wurde sauber umgesetzt, aber eben doch mit einigen kleinen Auffälligkeiten, die für das nächste Jahr eine Änderung verlangen.
MW: Welche denn?
Gebhardt: Wir waren zu lange auf der Bühne und müssen auch an den Kategorien noch weiter arbeiten. Nicht alles, was an einen herangetragen wird, ist auch für die Show wirklich dienlich, da muss man sich möglicherweise zukünftig härter auseinandersetzen.
MW: Gab es Kontroversen bei der Programmplanung?
Gebhardt: Nein, aber wie stets viele Wünsche und Erwartungen. Und wenn man diese Wünsche zu sehr berücksichtigt, dann entspricht das auch wieder nicht den Erwartungen aller. Aber das liegt eben in der Natur der Sache, jeder will mit seinen Acts dabei sein, das Reglement und die Zeit limitieren. Uns aber schränken die Möglichkeiten ein.
MW: Die Medienresonanz auf den Echo war größer denn je, oder?
Gebhardt: Die Resonanz war sensationell, speziell die Zusammenarbeit mit und deren Unterstützung war super. Wir hatten eine hervorragende Einschaltquote mit bis zu fast acht Millionen Zuschauern und einem 30-prozentigen Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen, das war einfach sensationell.
MW: Hat sich der Gang nach Berlin – Stichwort: Lobbyarbeit – bewährt?
Gebhardt: Auf jeden Fall. Berlin ist Hauptstadt. Berlin wächst, brodelt, da passiert was, da sitzen die Parteien und wird die Politik gemacht, wir sollten dort also Präsenz zeigen mit all unseren Anliegen. Die dezentrale Bundesrepublik verliert dabei in den anderen Regionen aber nicht ihre Bedeutung. Nur die Gewichte verschieben sich jetzt deutlich in Richtung Spree, dem müssen wir natürlich Rechnung tragen.
MW: In Ihrer Rede zum Echo tauchte der Hinweis auf Ihren möglichen Abschied auf – geht Gerd Gebhardt von Bord?
Gebhardt: Nein, ich habe lediglich gesagt: „Wer auch immer in der Zukunft diese Veranstaltung weiterführen wird“. Das lässt alles offen, da muss man intern drüber reden und nicht öffentlich.






