“Wir betreiben jetzt zwei Online-Shops“, erläutert jpc-Geschäftsführer Gerhard Georg Ortmann im Gespräch mit MusikWoche: „Den einen für Populäres und den anderen für echte Musikfans und Spezialisten.“ Ortmann setzt große Erwartungen in die Fusion: „Wir sind mit diesem Geschäft außergewöhnlich zufrieden. Was PrimusMedia bislang gemacht hat und was wir machen, ist sehr gut.“
Seiner Einschätzung nach können beide künftig schlagkräftiger agieren: „Die Synergieeffekte, die wir uns von dieser Fusion versprechen, sind keine Phantasien: Wir werden unter verschiedenen Aspekten zulegen und unsere Effizienz deutlich steigern können.“
Ortmann verspricht sich zum Beispiel Zuwächse durch den von Primus gesammelten Stamm an Kundendaten: „Die neue Gesellschaft hebt unsere Online-Stärken weiter hervor. Außerdem lässt uns diese Konstruktion die Freiheit, genau das weiter zu machen, was wir gut können.“ Ortmann sieht sein Unternehmen für die Zukunft gerüstet: „Wir haben hier in Georgsmarienhütte genügend Platz um zu expandieren und können das wachsende Geschäft so auffangen.“
Das Versandgeschäft per Internet und Mailorder trägt zum jpc-Umsatz in Höhe von geschätzten 70 Millionen Mark entscheidend bei. Laut Ortmann erwirtschaftet jpc im Versand „eher mehr als zwei Drittel“ der Umsätze. PrimusMedia soll nach Branchenschätzungen rund 15 Millionen Mark umsetzen.
Thomas Schulte-Huermann, Geschäftsführer PrimusOnline, nennt als ein Ziel der Fusion, „die Umsätze signifikant zu steigern“. Zum Merger erklärt er: „Wie mit allen anderen Wettbewerbern in der Branche standen wir auch mit jpc ständig in Kontakt. Dieser lockere Dialog hat sich zum Ende des Jahres 2000 deutlich intensiviert.“
Wie die Führungsspitze künftig aussehen soll, kann Schulte-Huermann noch nicht sagen: „Das fusionierte Unternehmen verfolgt eine Zwei-Marken-Strategie, die Marken PrimusMedia und jpc bleiben vorerst bestehen. Die organisatorischen Strukturen des Unternehmens werden verhandelt, Details dazu in den nächsten Wochen bekannt gegeben.“
Um die Bekanntheit von Primus zu steigern setzt die Firma künftig einen gedruckten Versandkatalog ein: Die erste Ausgabe soll im März zum Beispiel den Zeitschriften „Rolling Stone“ und „brand eins“ beiliegen.





