Fusion von EMI und Warner Music ist geplatzt

Die Fusion der EMI Group mit der Warner Music Group kommt nicht zustande. Das meldete die EMI Group heute nach einem weiteren Treffen bei der EU-Kommission in Brüssel.

Die Fusion der EMI Group mit der Warner Music Group kommt nicht zustande. Das meldete die EMI Group heute nach einem weiteren Treffen bei der EU-Kommission in Brüssel. Die beiden Firmen informierten die Merger Task Force der Kommission heute morgen darüber, dass man den Antrag auf Bewilligung der Fusion zurück ziehe. Man habe sich lange beraten, wie der Zusammenschluss unter Auflagen gelingen könnte, ohne an wirtschaftlicher Bedeutung zu verlieren. Man sei dabei nun übereingekommen, die Fusionsvereinbarung, wie sie derzeit besteht, aufzukündigen. Trotzdem halten EMI und Warner weiter an dem Plan fest, einen Zusammenschluss unter anderen Bedingungen zu verwirklichen. Dabei sei es aber besonders wichtig, so EMI-Chairman Eric Nicoli, dass verbindliche Konzessionen sich auch mit dem Interesse der Aktionäre decken. Time-Warner-Präsident Richard Parsons ergänzte, man werde weiter versuchen, eine gemeinsame Struktur zu finden, die sowohl die Kartellwächter als auch die beiden Unternehmen zufrieden stellt. Ob nun ein weiterer Kaufinteressent für die EMI Group auf den Plan tritt, ist noch unklar. Bei Bertelsmann hielt man sich bislang bedeckt zur aktuellen Entwicklung.