Firmenportrait Megalux

Einen Auftakt nach Maß gab es für das neue Label Megalux: Im vergangenen Jahr drang sein erster Act In Extremo bis auf Platz elf der Albumcharts vor, Mitte 2000 soll Subway to Sally einen ähnlichen Erfolg feiern.

Stolz ist Doro Peters, Chefin von Megalux, auf beide Bands: Zum einen freut sie sich über den Erfolg des Albums „Verehrt und angespien“ der Mittelalter-Rocker In Extremo, zum anderen kann sie mit Subway To Sally nun auch ihren zweiten Act präsentieren. Die Potsdamer Band wird im Sommer diesen Jahres ihr neues Album bei Megalux veröffentlichen. Ihr jüngstes Werk, „Hochzeit“, schaffte es bis auf Platz 29 der Album-Charts. Megalux ist ein Sublabel der Berliner Independant-Plattenfirma Vielklang. Die Beziehung der beiden Firmen beschreibt Peters folgendermaßen: „Ich bin der kreative Teil von Megalux, ich entscheide wer veröffentlicht und mache auch die Promotion. Vielklang sind die Geldgeber, sie stellen das Studio, das Computersystem, machen die Verträge, Buchhaltung, Lizenzabrechnungen, Steuererklärungen und erledigen den ganzen Bürokram.“ Vielklang lizensiert die Megalux-Produkte an Mercury Records. Diese Form der Zusammenarbeit mit einem Major zählt zum Konzept der Berliner. In der Vergangenheit lizensierten sie zum Beispiel Mr. Ed Jumps The Gun an EMI Electrola, Poems For Laila an Polydor und Prollhead an Sony. Dazu Vielklang-Geschäftsführer Jörg Fukking: „Als Produktionsfirma machen wir Verträge mit den Künstlern und veröffentlichen auf den unterschiedlichen Labels unseres Hauses. Wenn die Band 5000 bis 10000 Platten verkauft hat, ist sie reif für einen Major. Dann schließen wir einen Bandübernahmevertrag zwischen Vielklang und dem Major, aber der Künstler bleibt weiterhin bei uns unter Vertrag.“ Der künstlerische Kurs von Megalux ist ganz auf den Geschmack der Chefin zugeschnitten, „dabei gibt es keine stilistischen Grenzen, dass die beiden ersten Bands auf Megalux relativ ähnlich sind, ist reiner Zufall. Bislang waren immer Gitarren dabei, doch ich würde auch poppigere Sachen veröffentlichen.“ Der Weg der gelernten Erzieherin, späteren Kneipenwirtin und Hobby-Saxophonistin in die Musikbranche begann vor elf Jahren. Als Produktmanagerin bei Vielklang betreute Doro Peters Bands wie Die Ärzte. Sechs Jahre später hob sie ihr erstes Label aus der Taufe, Stars In The Dark. Hier veröffentlichte sie (im Vertrieb von EFA) unter anderem Tonträger von Eggman 5, Waltari, Rubbermaids und Subway To Sally. Für Aufbau-Themen hält sie nach wie vor an Stars In The Dark fest. Sind die Künstler dann etabliert, gehen sie zu Megalux. Die Vorteile der Kooperation mit dem Branchenriesen sieht Peters so: „Mercury trägt das finanzielle Risiko und außerdem kann ich mich ihres Apparats bedienen. Das gibt mir größere Entscheidungsfreiheiten, Marketing-Etats von 200000 Mark sind bei einem Indie nun mal nicht drin.“Als ihre große Stärke sieht die Megalux-Chefin die intensive Kontaktpflege, die sie von Anfang an intensiv betrieben hat. „Das Wichtigste ist der Umgang mit den Künstlern. Ich habe mich stets mit allen Musikern gut verstanden, mit denen ich gearbeitet habe. Wichtig sind auch die Kontakte zu allen Zweigen der Branche wie etwa Medien, Industrie oder Booking Agenturen. Ich habe immer noch Spaß am Smalltalk auf Parties, das gehört einfach zum Geschäft.“ Steckbrief megalux a division of Vielklang Musikproduktion GmbH Forster Str. 4/5 10999 Berlin Telefon (030) 612 60 68 Fax (030) 618 93 82 email [email protected] Inhaber: Vielklang GmbH Beschäftigte: vier Mitarbeiter Veröffentlichung: ein Album Verlag: Edition Meteorock bei Songs United Vertrieb: Universal Größter Erfolg: „Verehrt und Angespien“ von In Extremo