Fear Factory: Futuristischer Cyberworld-Thriller

Als eine der ersten Bands aus dem Metal-Lager verknüpfte Fear Factory schon vor zehn Jahren knochenharte Gitarrenriffs mit Electro-Beats und Industrial-Sounds. Zudem ließ die Gruppe fast alle Alben remixen.

“Digimortal“ (Roadrunner/Connected, Best.-Nr.: 8085612 RR) heißt das neue Album des kalifornischen Quartetts. „Um uns dabei weiterzuentwickeln, mussten wir ein paar Veränderungen innerhalb der Band vornehmen. Dazu gehörte, dass wir alle mehr aufeinander gehört haben und jeder seine Ideen für Songs noch besser einbringen konnte“, erzählte Bassist Wolbers. Zudem habe er sich verstärkt um das Programmieren von Sounds und produktionstechnische Angelegenheiten gekümmert.

Einen futuristischen Cyberworld-Thriller hat Fear Factory für „Digimortal“ erarbeitet, mit fulminanten Riffs, Power-Drumming und knackigen Melodien. „Uns interessieren Gedankenspiele, welche Möglichkeiten sich beispielsweise mit Gehirn- oder Gedächtnis-Chips ergäben, welche Gefahren damit verbunden sind. Letztlich geht es um die Frage, ob sich die menschliche Seele klonen lässt – wobei ich keine Antwort darauf habe. Das versuchen wir dann entsprechend musikalisch zu untermalen, wobei die Musik in der Regel vor den Texten entsteht“, erzählt Wolbers. „Zudem hat sich Burton gesanglich enorm entwickelt, so dass er mit seiner Stimme die Musik intensivieren kann.“

Das Album schaffte auf Anhieb den Sprung auf Platz elf der deutschen Album-Charts, begleitet von einer Anzeigenkampagne in Magazinen wie „Rock Hard“, „Hammer“ und „Visions“. Der Erfolg hängt aber auch mit dem Einsatz von Street-Teams zusammen, wie Birgit Wiekhof, Marketingmanagerin bei Roadrunner, berichtet. Diese Teams hätten Teaser-Poster, 1000 Exemplare des Single-Tracks „Linchpin“, Roadrunner-Sampler und Postcard-Sticker von Fear Factory bei Metal-Konzerten und -Events verteilt. Auch hätten sich entsprechende Release-Parties als Erfolg entpuppt. Außerdem sei die Band auf den Sampler-CDs von „Visions“ („What Will Become“) sowie „Rock Hard“ („Linchpin“) präsent gewesen.