EU will Kampf gegen Piraterie verschärfen

Die IFPI begrüsst eine Ankündigung der EU-Kommission, die künftig schärfer gegen die grassierende Produktpiraterie innerhalb der Union vorgehen will.

Die IFPI begrüsst eine Ankündigung der EU-Kommission, die künftig schärfer gegen die grassierende Produktpiraterie innerhalb der Union vorgehen will. Jedoch meldet der Industrieverband auch Bedenken bei der Umsetzung der Kommissionsvorschläge an. Prinzipiell begrüße man die Vorschläge der EU, die den Schutz geistigen Eigentums verbessern sollen, ließ die IFPI verlauten. Ende November legte die EU dem Verband die Pläne für eine Direktive vor, die europaweit die Gesetzgebung gegen Piraterie harmonisieren und stärken soll. Zudem sollen die Bestimmungen für die Ermittlung und Beschlagnahme von Raubkopien überarbeitet werden. Allerdings, so die IFPI, versäume die EU, einheitliche Strafen festzusetzen, die abschreckend genug seien. Trotzdem sieht die IFPI in der Direktive einen zentralen Punkt in der Bekämpfung der organisierten Produktkriminalität, die den europäischen Kreativindustrien inzwischen jährliche Verluste von rund 4,5 Milliarden Euro beschert. Vor allem Presswerke für CDs, CD-ROMs und DVDs sollen in Zukunft stärkeren Kontrollen unterliegen, da festzustellen gewesen sei, dass ein Großteil der Raubkopien aus „angeblich legalen“ Duplikationsstätten stammt