EU-Untersuchung zu CD-Preisen

Die Europäische Union nimmt auf britische Initiative hin die Ursachen für die beträchtlichen Preisunterschiede für CDs in Europa unter die Lupe. Die britische Regierung legte im Rahmen einer Tagung der europäischen Wirtschafts- und Finanzminister Zahlen vor, wonach die Preise für CDs in Großbritannien bei Nichtberücksichtigung der Mehrwertsteuer die niedrigsten in Europa sind. In Deutschland sind die Silberscheiben demnach im Durchschnitt ein Prozent teurer, in Frankreich um 15 Prozent.

Die Labour-Regierung strebt eine Vereinheitlichung der Preise an und hält langfristig eine Angleichung an das amerikanische Preisniveau für möglich, wo CDs nochmals acht Prozent billiger sind als in Großbritannien. Dieses Ziel hält John Deacon, Chairman der BPI, aufgrund der Stärke des britischen Pfunds derzeit jedoch für unrealistisch.