“Wir wollen die Alternative-Szene ans Licht der Öffentlichkeit holen, um zu beweisen, dass die Gleichung Alternative gleich Underground gleich unbekannt schon längst nicht mehr stimmt“, erklärt Eric Burton, Abteilungsleiter und Pressepromoter der Alternative Unit Hardbeat im Hause Public Propaganda und zugleich General Manager des German Alternative Music Award (Gama), im Gespräch mit MUSIKWoche.
Anders als der ebenfalls von Public Propaganda ausgerichtete German Dance Award, der sich vor allem als Branchen-Preis definiert, soll der Gama einen stärkeren Publikumsbezug haben. So sind die Karten für den Abend, an dem unter anderem Mouse On Mars, The Convenant und Keith Caputo auftreten, im freien Verkauf erhältlich. Zudem bilden die Fans eine der drei Gremien, die über die Preise in den zehn Kategorien abstimmen – die zwei übrigen Gremien setzen sich aus DJs aus dem Alternative-Bereich und Vertretern der Musikindustrie zusammen. Ausgezeichnet werden Künstler, Singles, Alben, Newcomer und Labels. „Die Künstler sind begeistert. Phillip Boa, der Auszeichnungen von Eins Live oder beim Echo bisher abgelehnt hat, nimmt unseren Honour-Award – aus den Händen von Gary Numan – entgegen.“
Auch die Reaktionen aus der Branche sind positiv. Simone Mernke, Product Managerin national bei Motor Music, unterstützt die Veranstaltung: „Der Gama ist ein hervorragendes Forum für alternative Musik, das diesem Genre endlich auch das mediale Interesse einbringt, das es verdient.“ Und auch Larissa Lüters, Promotion Manger Roadrunner Records, schließt sich an: „Darauf hat die Branche schon lange gewartet. Es wird Zeit, dass auch die alternative Musik mit einem Award gefeaturet wird.“
Burton sieht im Gama „keine Konkurrenz zu Echo oder Comet, da diese beide Veranstaltungen eher pop-orientiert sind. Wir wollen der alternativen Szene eine Plattform zur Verfügung stellen, die es bisher noch nicht gab.“ Wichtig für das Gama-Konzept ist laut Burton die stilistische Vielfalt innerhalb der Sparte: „Wir wollten kein ausschließliches Gitarrenrock- oder Düster-Wave-Event. Unser Spektrum reicht von den Chemical Brothers über die Guano Apes bis zu Project Pitchfork.“ Neben der Zeitschrift „Zillo“ und der Agentur Living Dead ist der Fernsehsender Viva Zwei ein wichtiger Partner: Viva-Zwei-Moderatorin Charlotte Grace Roch führt durch den Abend, den der Sender für einen zweistündigen Bericht mitschneidet.





