EMI: Streit um neue Spitze – wenn nötig auch durch Übernahme?

Im Hauptquartier der EMI Group brodelt es weiter: Nachdem der Aufsichtsrat der Firma die Neubesetzung des Postens des Chief Executive verhinderte () ist die Stimmung bei Angestellten und Management des Majors auf dem Nullpunkt. Das berichtet jetzt die Londoner Tageszeitung „Daily Telegraph“.
Dem Blatt zufolge würde ein großer Teil der Belegschaft gar eine Übernahme der EMI als den besten Weg begrüßen, den Aufsichtsrat zu ersetzen. Das Blatt zitiert einen EMI-Insider mit den Worten: „Der Aufsichtsrat muß diese Aufgabe lösen, oder die Aktionäre werden sie für uns lösen, indem sie eine Übernahme fördern. Wenn das Ergebnis einer Übernahme Klarheit ist, warum dann nicht? Das jetzige Vakuum ist nicht im Sinne der Aktionäre.“

Weiter berichtet der „Daily Telegraph“, daß sich insbesondere die Aufsichtsratsmitglieder Eric Nicoli, Kathleen O’Donovan, Sir Peter Walters und Sir Graham Day gegen die Beförderung Fifields ausgesprochen hätten. Dessen Gehaltsvorstellungen sollen dabei keine Rolle gespielt haben, wohl aber die Bedingung, die Kompetenzverteilung zwischen ihm und Sir Southgate genau zu definieren. Auch die Forderung nach einem Vierjahres-Vertrag sprach gegen Fifield.Der erklärte, er wolle die EMI spätestens nach Ablauf seines Vertrages im nächsten Jahr verlassen. (). Die EMI Group wird also sowohl einen Nachfolger für Southgate als auch für Fifield finden müssen.