EMI-Führung sendet positive Signale

Zum ersten Mal seit über drei Jahren stellte sich der EMI-Konzern Investoren und Analysten in einer großen Pressekonferenz. Dabei skizzierte die Führung des Unternehmens die Zukunft als positiv. Einen Tag lang stellte die EMI-Führung unter dem noch amtierenden Chairman Sir Colin Southgate und dem künftigen Chairman Eric Nicoli die Perspektiven des Konzerns dar – zum letzten Mal hatte es eine solche Konferenz 1996 im Zuge der Spaltung von Thorn EMI gegeben.

Knapp 85 Vertreter der Finanzwirtschaft nahmen die Gelegenheit wahr und informierten sich. Unter anderem gab die EMI-Führung bekannt, daß die Firma das laufende Geschäftsjahr am 31. März mit einem Gewinn vor Steuern abschließen werde, der „den Markterwartungen“ entspreche. Weder Southgate noch Nicoli hielten eine Rede, die Vorträge der anderen Manager deckten dafür die Bereiche Publishing, Neue Technologien, Vertrieb und Marketing ab. Martin Clarke, Analyst von Phillips & Drew Fund Management, bezeichnete die Veranstaltung als „flott“ und zeigte sich positiv überrascht: „Das Unternehmen hat ein sehr starkes und dynamisches Geschäft und womöglich eine nicht minder starke Zukunft.“ Daß die Veranstaltung positive Signale aussandte, zeigte die Londoner Wertpapierbörse: Am Tag vor der Konferenz stieg der Wert der EMI-Aktie um 20,25 auf 418,5 Pence – der höchste Zugewinn einer Aktie an diesem Tag. Einen Tag später kletterte der Wert um weitere 18 Pence.