EMI baut Digitalvertrieb aus

EMI Recorded Music dehnt sein kommerzielles Download-Programm aus. Erstmals veröffentlicht ein Major neue Alben gleichzeitig als physisches und als digitales Produkt. Neuer Partner der EMI bei diesem Projekt ist der technische Dienstleister RioPort.

“Das zeigt, wie ernst es der EMI mit dem Bemühen ist, hoch qualitative Musik auf möglichst vielen Distributionswegen an die Konsumenten zu bringen“, sagte Richard Cottrell, President & CEO EMI Music Distribution, bei der Präsentation des Services. Zum bereits bestehenden Download-Angebot von EMI, bei dem bislang nur in Nordamerika 100 Alben und 40 Singles als Dateien verkauft werden, kommen nun weitere 60 Alben dazu.

Doch statt nur Backkatalog anzubieten, stellt EMI inzwischen Neuveröffentlichungen gleichzeitig zur Markteinführung auf physischen Tonträgern auch als Download zur Verfügung. Die ersten Highlights werden die neuen Alben von Blur und den Spice Girl sein. EMI Recorded Music sicherte sich für dieses Pilotprojekt nach Liquid Audio, Amplified und Supertracks mit RioPort einen weiteren technischen Dienstleister. RioPort sorgt dabei für die Verschlüsselung der Dateien und das Digital Rights Management.

Online-Kunden finden die Downloads auf den Websites diverser Partnerfirmen wie Sonicnet, MTV.com, House of Blues, RollingStone.com oder ArtistDirect. Demnächst sollen EMI-Downloads auch in Europa verfügbar sein. Der Konzern kündigte entsprechende Pläne für Anfang nächsten Jahres an. Mit dem Software-Entwickler Tornado habe man bereits eine non-exklusive Allianz geschlossen, um mittels des so genannten Digital Media Distribution Systems Downloads auch auf den Websites europäischer Handelspartner zu implementieren.