Eine digitale Feuerwehr für den Schlager

Im ersten Halbjahr hat der digitale Umsatzanteil in Deutschland erstmals den physischen überholt. MusikWoche wollte von ausgesuchten Label-Repräsentanten wissen, inwiefern sich das im Schlager und verwandten Genres widerspiegelt.

“Der Schlager und das konservative Repertoire stemmen sich – noch – gegen den Umbruch“, sagt Jörg Hellwig. Der Geschäftsführer der Universal-Music-Division Electrola verweist darauf, dass das von ihm geleitete Label dank eines „starken Release schedules“ physisch sogar über dem Vorjahr liege. Die Gründe dafür liegen in den Eigenheiten und der Zielgruppe des Genres, wie Hellwig ausführt: „Grundsätzlich hat die langsame Umstellung in diesem Segment mit dem nur in Einzelfällen stattfindenden streamingaffinen Single-Geschäft zu tun, aber auch mit dem sich nur verzögert ins Streaming begebende Publikum.“ Anderseits streicht er heraus: „Wir wissen aber auch, dass dies nur eine Momentaufnahme ist und werden den Wandel, der auch auf dieses Repertoire zukommt, aktiv gestalten.“ Man fahre bei Electrola eine zweiteilige Strategie, in der man das physische Geschäft auf keinen Fall vernachlässigen werde, aber auch digital engagiert sei. „Wir werden alles dran setzen, unsere Künstler und Partner auf diesem Weg mitzunehmen.“

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