Die Mitglieder des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) haben sich jetzt gegenüber der Musikindustrie verpflichtet, Newcomern einen festen Sendeplatz zu bieten. So werden zukünftig jeweils fünf neue Titel über einen Zeitraum von vierzehn Tagen je zehn mal gespielt – Ein großer Erfolg der neuen Initiative Act 2000. Die Auswahl der Titel bleibt den Redaktionen dabei vorbehalten. Dazu Wilfried Sorge, Vorsitzender des VPRT-Fachbereichs Hörfunk: „Die mit der Musikindustrie getroffenen Vereinbarungen stellen keinen Eingriff in die Programmautonomie der Sender dar.“ Dennoch scheint nun das Eis zwischen Musikbranche und Rundfunk gebrochen, denn alle Beteiligten setzen auf die Attraktivität der Newcomer und damit auf einen Durchbruch für eine wirkliche Formatierung der nationalen Rundfunklandschaft. WEA-Geschäftsführer Bernd Dopp: „Das Ergebnis wird auch wirtschaftlich so überzeugend sein, daß der Neuheitenanteil dauerhaft ausgebaut werden kann.“ Laut Dopp gibt es auf diese Aktion „größtes Feedback aus allen europäischen Ländern“, und für Universal-Musikchef Tim Renner sind nun die Mediaagenturen und Öffentlich-Rechtlichen Sender am Zug. Renner: „Es ist für Agenturen sehr bequem, einfach durchzuschalten, dabei hat VIVA im TV-Bereich längst bewiesen, daß man seine Zielgruppe viel direkter treffen kann. Hier wäre bessere Dienstleistung wünschenswert, damit der private Hörfunk sich spezialisieren kann.‘
Ein ungewöhnliches Bündnis will mehr Chancen für den Nachwuchs
Privatradios und Bundesverband Phono verkündeten am 15. Dezember das Bündnis „Act 2000“. Es soll mehr Chancen für den musikalischen Nachwuchs schaffen.





