DVDs mit CDs von Polymedia Catalogue Marketing

Mit drei kombinierten DVD- und CD-Packungen betritt Polymedia Catalogue Marketing Neuland: Die Best-Of-Zusammenstellungen enthalten neben der Audio-CDs auch DVDs, die zudem in einer Kooperation mit VH-1 ausführlich vorgestellt wurden.

“Die DVDs hatten wir ursprünglich nur als Bonus gedacht“, erklärt Gunther Buskies, New Business/Senior Manager New Product Polymedia Marketing Group, gegenüber MusikWoche. Doch im Laufe der Konzeptionierung kristallisierte sich heraus, die geplanten Compilations von Phillip Boa, Camouflage und den Jeremy Days mit dem vorhandenen Filmmaterial aufzuwerten. Das hatte zur Folge, dass nun im Digi-Pack CD und DVD gleichberechtigt ihren Platz gefunden haben.

Dabei wählte Polymedia jedoch nicht die Lösung, für die sich EMI Electrola bei Herbert Grönemeyers DVDplus „Stand der Dinge“ in Form einer doppelseitig abspielbaren DVD und CD entschieden hatte. „Davon riet unser Fertigungswerk ab, weil diese relativ dicken Discs in einigen CD-Playern nicht funktionieren würden“, erläutert Buskies.

Eine weitere strategische Überlegung bestand darin, die beiden digitalen Scheiben ganz bewußt in einer CD-Box unterzubringen: „Musik-DVDs gehen im Handel oft im Regal mit den Film-DVDs unter. Deswegen haben wir Wert darauf gelegt, dass die Compilations vornehmlich in den CD-Regalen landen, wobei wir gegen eine Zweitverwertung bei den DVDs grundsätzlich nichts haben.“ So sollen die limitierten Zusammenstellungen später im Jahr auch separat erhältlich sein.

Bislang laufen die drei ersten Titel sehr gut, Polymedia lieferte jeweils 3000 Exemplare aus, in der ersten Woche gingen etwa von der Wave-Pop-Band Camouflage 1000 Einheiten über die Ladentische, gefolgt von Phillip Boa und den Jeremy Days. Dazu trug auch eine umfangreiche Kampagne bei, die neben Anzeigen in der Musikpresse auf eine Kooperation mit VH-1 setzte. „Als ich in einem Plattenladen einen Kunden fragte, warum er sich gerade unsere Jeremy-Days-CD anhörte, begründete er dies mit dem einstündigen VH-1-Special, das er am Vortag gesehen hatte.“

Polymedia will die Reihe mit Veröffentlichungen von Yello und Rosenstolz fortsetzen, um dann Produkte von internationalen Künstlern zu erstellen, wie Buskies verrät: „Mit den jetzigen Titeln haben wir ein Referenzprodukt in den Händen, mit dem wir nun auch Elton John überzeugen können.‘