Die US-Tonträgerbranche verzeichnete 1998 ein Plus von 9,1 Prozent

Die Vorherrschaft der Soundtracks und Alben aus den Genre-Bereichen R&B, Pop und Country bescherte der amerikanischen Musikindustrie 1998 das höchste Verkaufsergebnis seit 1991, als SoundScan mit der Erfassung der Abverkäufe begann.

Die US-Branche setzte im letzten Jahr 711 Millionen Einheiten ab – 9,1 Prozent mehr als im Vorjahr (651,8 Millionen Stück). Den Löwenanteil des Umsatzes machten CDs aus (578,3 Millionen) – ein Plus von 14,6 Prozent, gefolgt von MCs, die mit 131 Millionen Exemplaren allerdings um 10,3 Prozent einbüßten. Alle anderen Tonträgerformate verkauften 1,9 Millionen Kopien (1997: 1,3 Millionen).

SoundScan gliedert die Ergebnisse nach Genre-Zugehörigkeit: Demnach sorgten R&B-Alben für 81,2 Millionen Verkäufe, Rap/HipHop für 161,8 Millionen und Soundtracks für 61,5 Millionen. Bei den Marktanteilen für die Vertriebsfirmen liegt WEA mit 18,2 Prozent vor Sony Music mit 16,5 Prozent, PolyGram (14,03 Prozent), EMI (12,95 Prozent), BMG (12,21 Prozent) und Universal (10,45 Prozent). Independent-Vertriebe verbuchten einen Gesamtanteil von 15,58 Prozent. Die Fusion von Universal und PolyGram eingerechnet, ergäbe sich für den neuen Mega-Major ein Marktanteil von 24,48 Prozent.