Die Bertelsmann AG äußert Interesse am Erwerb der angeschlagenen EMI Music Group
Die Bertelsmann AG gilt als neuer Bieter für die von Kursverlusten gebeutelte EMI Music Group. Michael Dornemann, Geschäftsführer von Bertelsmann Entertainment, sagte kürzlich, sein Unternehmen sei „mit Sicherheit“ an einem Kauf von EMI interessiert. „Allerdings müßte der Preis noch etwas mehr sinken.“ Obwohl die EMI-Aktien in den letzten Wochen dramatisch an Wert verloren, liegt der Marktwert der britischen Firma derzeit noch bei rund 8,4 Milliarden Mark. „Wir sind aber immer an sinnvollen Kaufoptionen interessiert“, ergänzte der scheidende Bertelsmannchef Mark Wössner. Der Kurs der EMI-Aktie durchlebte indes auch in der vergangenen Woche eine unberechenbare Berg- und Talfahrt an der Londoner Börse: Zuerst fielen die Anteile auf 320 Pence, den niedrigsten Wert seit fünf Jahren. Anschließend erholten sie sich um 20 Pence, um schon tags darauf erneut einzubüßen. Am 29. September stand der Kurs schließlich bei 370,5 Pence. Obwohl die EMI Music Group derzeit sehr anfällig für eine feindliche Übernahme scheine, glaubt David Chermont von der Brokerbank Merryll Lynch allerdings nicht an einen Verkauf der Firma: „Es gibt keine echten Interessenten, weil die Umsatzergebnisse der EMI deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben. Die Aktionäre haben in den letzten zwei Jahren sehr viel Geld verloren, weil sie auf einen Verkauf von EMI setzten.“





