Der Umsatz der Aktiengesellschaft stieg in diesem Zeitraum auf 215,6 Millionen Mark, im ersten Quartal des Vorjahrs lag er bei 67,5 Millionen Mark. Das Geschäftsergebnis ist dennoch negativ: Der Fehlbetrag für das erste Quartal beträgt 7,3 Millionen Mark, verglichen mit plus 800.000 Mark im Vorjahreszeitraum. Schuld daran seien vor allem die ungünstige Wechselkursentwicklung des Dollars, die hohen Zinsen und die überproportionalen Abschreibungen. Als Jahresergebnis prognostiziert edel weiterhin einen Gewinn von 96,7 Millionen Mark. Zeitgleich zur Veröffentlichung der Geschäftszahlen legte Vorstandsvorsitzender Michael Haentjes die Richtung der Internet-Strategie der Aktiengesellschaft fest: Da der digitale Download von Musik auf einer Vielzahl von Websites stattfinde, wolle edel verschiedene Sites als nicht-exklusiver Distributionspartner mit Musik beliefern. Haentjes bezeichnet diese Ausrichtung als „Dezentralisierten, nicht-exklusiven Distributionsansatz, abgekürzt DNDA“. Auf der technischen Seite erhält edel dabei von den Software-Firmen Liquid Audio und Microsoft Unterstützung. Damit kann edel auch auf den Partnerseiten der Unternehmen – Liquid Audio hat allein 800 – seine Produkte verkaufen. Haentjes glaubt, mit der Verteilung auf verschiedene Vertriebspartner einen „klaren Wettbewerbsvorteil“ gegenüber anderen Musikunternehmen zu erhalten: „Wir werden unserer Musik auch in der digitalen Welt die bestmögliche Positionierung sichern, getreu dem Motto:,Listen and enjoy wherever you are'“.
Dezentral ins Internet
Zwei Wochen vor der Hauptversammlung meldet die edel music AG Geschäftszahlen aus dem ersten Quartal. Außerdem gab das Unternehmen die Konturen seine Internetstrategie der kommenden Monate bekannt.



