MUSIKWoche: Wie kam die Deutsche Phono-Akademie zu diesem Projekt?
Werner Hay: Durch Mittelkürzungen des Senats und wegen des Weggangs des Generalmusikdirigenten Gerd Albrecht war das Thema trotz großer Resonanz eingeschlafen. Ich hatte davon erfahren und mich sofort um die Wiederbelebung dieses Projektes gekümmert, wofür dann letztlich Mittel aus unserem Etat eingesetzt wurden.
MW: Welchen Anspruch verfolgt das Konzept?
Hay: Vor allem gilt es, dem Musikunterricht an den Schulen, der ja bekanntlich fast überall schlechte Noten verdient, durch neue Initiativen zu helfen und seinen Stellenwert zu heben. Aber es ist leider sehr typisch, daß derartige Projekte ganz oben auf den Streichlisten der Politiker stehen. Auf diese Weise wird jedoch Deutschland als Kulturstaat in Frage gestellt.
MW: Und was kann „Wagnerlaweia“ konkret bewirken?
Hay: Das zeitgemäße Konzept unter der Leitung von Niels-Frederic Hoffmann und Stefan Siegert soll den Kindern den Spaß an der Musik und darüber hinaus ein Interesse am aktiven Musizieren optimal vermitteln.
MW: Gibt es denn für dieses „Hamburger Modell“ weitere Interessenten?
Hay: Ja, das Kultusministerium des Freistaats Sachsen hat sich bereits umfangreich informiert und ebenfalls sehr große Begeisterung gezeigt. Dort will man jetzt gemeinsam mit der Dresdener Semper-Oper nach diesem Muster vorgehen und sich damit den allgemeinbildenden Schulen zuwenden. Das Modell „Wagnerlaweia“ macht also Schule, über weitere Partner und Mitmacher freuen wir uns natürlich und geben ihnen auch gerne Hilfestellung.






