Der Mischkonzern plant Einsparungen und Teilverkäufe

Die Seagram Company wird die beiden Unternehmensbereiche Unterhaltung und Getränke nicht trennen. Das gab Seagram-Chef Edgar Bronfman Jr. bekannt. Das Wein- und Spirituosengeschäft sei ein zuverlässiger Umsatzbringer und werde ein wichtiger Bestandteil des Mischkonzerns bleiben, sagte Bronfman. Er betonte jedoch, daß er nach der Fusion von Universal und PolyGram die größten Wachstumschancen in den Firmenteilen Musik und Themenparks sehe.

Der Brutto-Umsatz der neugeschaffenen Universal Music Group (UMG) werde bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres (30. Juni 1999) um bis zu 20 Prozent auf rund 850 Millionen US-Dollar ansteigen. Die geplanten Einsparungen von 300 Millionen Dollar will Seagram bis zum Ende des Geschäftsjahres 2001 verwirklichen. Zu diesem Zweck sei vorgesehen, in den nächsten zwei Jahren verschiedene Firmenteile, die nichts mit dem Kerngeschäft zu tun haben, ab-zustoßen. Außerdem verkündete Seagram, daß die Dividende pro Aktie zu Quartalsbeginn zwei Cent betragen wird.

Indes wird Seagram PolyGram Filmed Entertainment doch nicht verkaufen. Stattdessen wird die Division mit den Universal Studios zusammengelegt (). Unklar ist, wieviele der insgesamt 15.500 UMG-Mitarbeiter entlassen werden. Doug Morris, Chairman & CEO der UMG, sagte, die meisten Personalkürzungen seien in Nordamerika zu erwarten.

Wer ist nicht mehr dabei? Danny Goldberg (Mercury, USA) Davitt Sigerson (Island, USA) George Jackson (Motown, USA) Jorn Johnson (PolyGram, Norwegen) Heinz Canibol (Universal, Deutschland) Rolf Sommer (Universal, Schweiz) Jörg Eiben (Universal, Österreich) Paul Brinks (Mercury, Holland) Gerard Woog (Universal, Frankreich) Paco Bestard (Spanien) Rick Dobbis (PolyGram, Europa) Douglas Chan (Hongkong) Eric Yeo (Malaysia und Singapur) Paul Dickson (Australien) Ian Watson (PolyGram, Neuseeland) Arturo Lopez Gavito (Universal, Mexico) Paulo Rosa (Universal, Brasilien)