“Im Weihnachtsgeschäft konnten wir über 30.000 CDs absetzen, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Steigerung von 260 Prozent bedeutet“, erzählt Lars Besa, A&R-Manager und Projektleiter mydisc bei Deshima, im Gespräch mit MUSIKWoche. Für dieses Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Gesamtabsatz von 200.000 CDs. Die Tonträger, die Deshima unter dem Namen mydisc offeriert, kann der Konsument aus einem Programm von 5000 Titeln individuell zusammenstellen. Das Angebot erreicht den Kunden über zwei Vertriebswege: Per Internet – unter anderem auf der Shopping-Site www.my-world.de – und über Listen der verfügbaren mydisc-Musiktitel, die in Zeitschriften veröffentlicht werden. Zusätzlichen Anreiz schafft das Angebot, die individuell zusammengestellte CD mit einer eigenen Beschriftung versehen zu lassen. Um mydisc stärker bekannt zu machen, will Besa weiter Kooperationen mit Fernsehsendern und Zeitschriften schließen. Zum Muttertag plant Deshima beispielsweise eine gemeinsame Aktion mit SAT.1. Konkurrenz durch die großen Plattenfirmen und deren umfangreichen Katalogen fürchtet der Projektleiter nicht: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein zu großes Angebot verwirrend auf den Verbraucher wirkt“. Dennoch steht Deshima Music derzeit mit anderen Plattenfirmen in Verhandlungen, um deren Katalog dem mydisc-Repertoire hinzuzufügen.
Custom-Made-CDs im Aufwind
Während die Diskussion um die Chancen des digitalen Musikvertriebs voll entbrannt ist, verzeichnet die Plattenfirma Deshima Music mit ihrem Online-Mailordersystem mydisc dreistellige Zuwachsraten.





