“Der Handel muss etwas tun, dann gibt der Kunde auch etwas zurück“, erklärt Peter Schulz. Das vergangene Jahr war für Schulz, der seit 1970 in der Branche arbeitet, das erfolgreichste seit Geschäftsgründung. Nach der letzten Erweiterung 1998 verfügt er mit City CD und dem räumlich getrennten Bereich City Classic über eine Ladenfläche von 500 Quadratmetern.
Zusätzlich zu seinem stationären Angebot eröffnete Schulz kürzlich unter der Adresse www.citycd-online.de eine Filiale im Internet. „Wir haben viel Vorarbeit geleistet, damit der User zu Hause auch Spaß mit der Seite hat. Denn der ist in seinen Ansprüchen kaum von dem Kunden zu unterscheiden, der lieber selbst shoppen geht.“ Vor allem aus diesem Grund sieht Schulz den Verkauf über das Internet auch nicht als Konkurrenz zum stationären Angebot, sondern als Ergänzung.
Bei der Umsetzung des Online-Shops unterstützte ihn die Firma Lucomp internetDesign. Der Shop basiert auf dem TradeKit-Angebot von CashKit. Dessen Geschäftsführer Jörg Kiwitz erklärt: „Viele Händler sind noch unsicher, ob E-Commerce eine Bereicherung wird und übersehen dabei, dass sie hier nicht nur eine vollwertige Filiale eröffnen, sondern auch eine erstklassige Visitenkarte auslegen können. Unsere Händler sollen ihre Stammkunden auch online binden, denn irgendwann versucht jeder Konsument, online zu bestellen. Da das heute ganz gut und bequem klappt, könnte der Kunde verloren sein.“
City-CD-Chef Schulz ergänzt: „Der TradeKit-Shop bietet uns eine interessante Verknüpfung: Er ist direkt an unser Warenwirtschaftssystem angebunden. Dadurch ist die neu gelieferte Ware für den Kunden am Rechner sofort sichtbar.“
Auch Titel, die er selbst nicht führt, sind über die verfügbaren Kataloge und die Soundfiles von PhonoNet zu recherchieren. „Der traditionelle Handel ist der Ort, an dem Neues am Besten probiert und umgesetzt werden kann“, meint Schulz zu Entwicklungen wie Burn-On-Demand oder digitaler Distribution. „Die Plattenfirmen sollten uns einbeziehen.“ Schulz nennt die kürzlich bei ihm installierte Music Info Station von PhonoNet als positives Beispiel.
Fragen der Kunden zum System fließen wieder in die Weiterentwicklung ein: „Genauso könnte auch die Industrie ein Feedback aus dem Fachhandel bekommen.“ Er schränkt allerdings ein: „Ich spreche hier von einem Fachgeschäft, das funktioniert, und das die Kunden gern besuchen.‘





