Charts: Skandinavier starten durch

Künstler aus dem Norden Europas dominieren die deutschen Hitlisten. Dort haben zudem Hardrocker mit Orchester, Karnevals- und Après-Ski-Hits Konjunktur.

Bei Gun Records und BMG Köln Musik knallen schon wieder die Sektkorken: Him erobert aus dem Stand Platz eins der Longplay-Charts mit dem Album „Razorblade Romance“. Gleichzeitig verteidigt die Band aus Finnland mit der Single „Join Me“ die Pole Position in der Singles-Hitliste und beschert dem Label und der neuen Firmendivision die erste Doppelführung. Bei den Alben kann Him zudem mit „Greatest Lovesongs Vol. 666“ auf Rang 62 eine weitere Charts-Notierung vorweisen. Die finnischen Rocker bilden derzeit die Speerspitze einer mittleren Invasion skandinavischer Künstler in den deutschen Hitlisten. Vor allem Musiker aus Schweden mischen hier kräftig mit – allen voran die ATeens. Bei den Alben stürmen die jugendlichen Abba-Epigonen mit der CD „The Abba Generation“ von null auf drei. Bei den Singles platzieren sie sich mit „Super Trouper“ auf vier und mit „Mamma Mia“ auf 72. Die Original-Ausgabe von Abba ist in der Longplay-Rangliste mit „The Complete Singles Collection“ auf Platz 18 mit von der Partie. Die blaugelbe schwedische Fahne halten zudem in den Singles-Charts Andreas Johnson mit „Glorious“ (Rang 79), Roxette mit Salvation (89) sowie Europe mit „The Final Countdown 2000“ (99) hoch. Für Norwegen im Rennen ist schließlich die Sängerin Lene Marlin, die mit dem Song „Sitting Down Here“ Platz 80 einnimmt. Hip sind momentan auch harte Rocker mit Streichorchester. Metallica liegt gemeinsam mit dem San Francisco Symphony Orchestra mit dem Album „S&M“ auf vier und der Single-Auskopplung „Nothing Else Matters“ auf zwei. Und Deep Purple katapultiert sich mit dem Longplayer „In Concert With The London Symphony Orchestra“ von null auf 32. Zum Beginn der Karnevals-Saison landet die Kölner Institution „Höhner“ gleich zwei Titel in den Singles-Charts: „Die längste Karnevalssingle der Welt“ steigt auf 55 ein, „Immer freundlich lächeln“ auf 82. In der Compilations-Hitliste verbucht Pavement Records mit „Ostermanns „Erben“ Vol. 2″ (26) sowie „Karneval der Stars, Folge 29“ (27) närrische Erfolge. Noch gefragter sind Kopplungen mit Stimmungs-Hits aus den Skihütten der Alpen. Die „Après Ski-Hits 2000“ liegen auf Rang fünf, die Sammlung „Fetenkult – Hüttenzauber – Der Berg groovt“ auf 15 und „Skihütten Mix – Best Of Apres Ski“ auf 24. In den USA enterte der zwölfjährige Sammie mit „I Like It“ letzte Woche die Singles-Charts auf 85 (diese Woche 68). Exakt 30 Jahre zuvor hatte der elfjährige Michael Jackson mit den Jackson Five und „I Want You Back“ als jüngster Interpret überhaupt einen Nummer-eins-Hit in den Staaten.

Deutsche Charts der 90er Jahre Interpreten mit den meisten Singles in den Top Ten

1 Michael Jackson 10 Wochen Backstreet Boys 10 Wochen Scooter 10 Wochen 4 Snap! 9 Wochen 5 Roxette 7 Wochen DJ Bobo 7 Wochen Depeche Mode 7 Wochen 8 U96 6 Wochen Madonna 6 Wochen Dr. Alban 6 Wochen 11 KLF 5 Wochen Culture Beat 5 Wochen Ace Of Base 5 Wochen Whitney Houston 5 Wochen 2 Unlimited 5 Wochen Nana 5 Wochen